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Fußgängerzone Neugestaltung
Informationen zum 3. und 4. Bauabschnitt
- Hohe Straße von Tückingstraße bis Berliner Tor Platz,
- Brückstraße zwischen Großer Markt und Leyensplatz
erhalten Sie hier.
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VORGESCHICHTE
Grundlage der Planung ist der siegreiche Entwurf des Berliner Landschaftsarchitektenbüros "birke.zimmermann" aus dem städtebaulichen Wettbewerb 2007. Der Rat der Stadt Wesel hat das Wettbewerbsergebnis am 24.10.2007 zustimmend zur Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, alles Nötige zur baulichen Umsetzung des Entwurfs zu veranlassen. Dazu wurde im Dezember 2007 eine verwaltungsinterne Projektgruppe Fußgängerzone eingerichtet.
Am 16.04.2008 beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung die Reihenfolge der weiteren planerischen Bearbeitung und baulichen Umsetzung:
- Leyensplatz – Brückstraße – Viehtor
- Hohe Str. mit Anschlußbereichen der Kreuz-/ Korbmacherstraße bis Pergament- / Tückingstraße
- Hohe Straße von Pergamant- / Tückingstr. bis Berliner Tor
- Kleine Brückstraße
Zur endgültigen Auswahl der Pflastermaterialien, Möblierungs- und Beleuchtungselemente wurde im Frühjahr 2010 eine interfraktionelle Arbeitsgruppe Fußgängerzone gebildet, der auch Mitglieder der Verwaltung, des Stadtmarketings, der Interessengemeinschaften Domviertel und CityAchse, der Industrie- und Handelskammer und der Werbegemeinschaft angehören. Sie tagte erstmalig am 11.03.2010.
Eine endgültige Entscheidung über die Auswahl der Möblierungs- und Beleuchtungselemente sowie der Baumarten fasste der Rat der Stadt Wesel am 14.12. 2010.
Der 1. Bauabschnitt (Leyensplatz – Brückstraße – Viehtor; insgesamt 5.000 m²) wurde im September 2011 fertig gestellt. Die neulackierten Spielwiesel werden voraussichtlich im Frühjahr 2012 wieder aufgestellt.
Pünktlich zu Ostern 2012 wurde der neue Brunnen am Leyensplatz in Betrieb genommen.
Der Brunnen sprudelt zukünftig von morgens acht Uhr bis abends 23 Uhr. Aufmerksame Betrachter werden feststellen, dass sich - in festem zeitlichem Ablauf - drei verschiedene Wasserbilder in unterschiedlichen Höhen ergeben. Ruhephasen mit glattem Wasserspiegel wechseln sich dabei ab mit unterschiedlichen Sprudeleinstellungen. Unter dem Wasserspiegel leuchten LEDs, deren Farbe je nach Tageszeit wechselt. Grundfigur des Brunnens ist ein massiver runder Steinkorpus. In dessen Oberseite ist der stilisierte Grundriss des Leyensplatzes mit den sich hier treffenden Straßenzügen dargestellt. Das Wasser fließt dabei aus einer Quelldüse allseits über die Brunnenränder ab, so dass sich schon aus der Ferne das Wasserspiel wahrnehmen lässt.
Die Position des Brunnens wurde so gewählt, dass Lauf-, Bewegungs- und Sichtachsen auf dem Platz nicht gestört werden. Der neue Brunnen ist -neben den Drehbänken, den beiden Lichtstelen und dem Kunstwerk „Vesalia hospitalis“ - zentrales Gestaltungselement des Leyensplatzes.
Der Brunnen am Leyensplatz ist Teil des Gestaltungselements Wasser, das sich nach Fertigstellung der Neugestaltung der gesamten Fußgängerzone Ende 2013 auch in der Hohen Straße am Kaufhof (Fontänenfeld) und am östlichen Endpunkt in der Nähe des Berliner Tores in einem kleinen Wasserlauf-Element wiederfinden wird.
Gleichzeitig wurden in 2011 die Planungs- und Abstimmungsarbeiten für den 2. Bauabschnitt der Neugestaltung der Fußgängerzone (Mathenakreuz / Hohe Straße bis Pergament- / Tückingstraße sowie die angrenzenden Bereiche der Korbmacherstraße – bis zur Beguinenstraße – und der Kreuzstraße – bis zur Brandstraße) durchgeführt.
Die Planung wurde mit den Behindertenverbänden, dem Seniorenbeirat, der AG Barrierefreiheit, der Feuerwehr, dem ASG, den Versorgungsträgern und WeselMarketing abgestimmt und in der interfraktionellen Arbeitsgruppe Fußgängerzone sowie im Gestaltungsbeirat vorgestellt und diskutiert.
Nach umfangreichen Diskussionen beschloss der Rat der Stadt Wesel am 13.12.2011:
- die Umgestaltung der Hohen Straße zwischen Mathenakreuz und Tücking- / Pergamentstraße gemäß vorgelegter Planung. Der Pflasterbelag des Flanierbereichs wird im Mischungsverhältnis 2/3 dunkelbeiges Pflaster mit Natursteinvorsatz (wie Kamen) zu 1/3 hellbeiges Pflaster (wie Xanten) ausgeführt.
- die Umgestaltung der Kreuz- und Korbmacherstraße zwischen Brand- und Beguinenstraße mit Erneuerung des gesamten Pflasters und Bushaltestelle Variante C (Rückbau Busbuchten; beidseitiges Buskap mit Kasseler Bord) gemäß vorgelegter Planung. Für den befahrbaren Bereich soll graues Pflaster wie in den Gliederungsstreifen der Fußgängerzone Verwendung finden.
- Auf Anregung der Interessengemeinschaft Kreuz-/ Korbmacherstraße wird den Eigentümern bis zum Flesgentor / Westseite und bis zur Einfahrt Dudelpassage angeboten, auf eigene Kosten (ohne Beteiligung der Stadt Wesel) das neue Pflaster (Geh- und Radweg) verlegen lassen.
Die Interessengemeinschaft kann bis zum 20.01.2012 die entsprechenden Einwilligungserklärungen der Eigentümer beibringen.
Die entsprechenden Erklärungen konnten nicht vorgelegt werden.
Die Arbeiten für den 2. Bauabschnitt wurden daraufhin am 14.01.2012 öffentlich ausgeschrieben. 19 Firmen forderten die Ausschreibungsunterlagen an; 13 haben ein Angebot abgegeben. Submission war am 08.02.2012. Den Zuschlag erhielt die Firma Langenfurth Umwelt GmbH aus Voerde.
GESTALTUNG
Mit dem 2.Bauabschnitt zur Neugestaltung der Fußgängerzone wurde eine Fläche von ca. 6.100 m² neugestaltet.
Der Bereich Hohe Straße wurde folgendermaßen ausgestattet:
- Acht neue Bäume (Purpuresche); acht Kastanien (erkrankt) wurden gefällt.
- Sieben neue Mastleuchten (Modell Trilux Potsdam); am Mathenakreuz eine Effektleuchte ähnlich wie am Leyensplatz.
- Versetzung und Einbau des vorhandenen Spielgerätes „Uhly“mit neuem Fallschutz.
- Einbau eines bodengleichen, überfahrbaren Wasserfontänenfeldes mit 15 Düsen.
- Sieben Bankelemente mit und ohne Lehnen mit Holzauflagen, größtenteils seniorengerecht.
- Ein großes Baumscheibenelement mit beidseitigen, längeren Bankauflagen.
- Im Boden eingearbeitetes „Hanseband“ aus anthrazitfarbenen Natursteinplatten (Länge: ca. 130 Meter; Anzahl der abgebildeten Städte: 35): Beginnend am Mathenakreuz mit Alfeld an der Leine über Rheda-Wiedenbrück im Mittelbereich bis zu Gronau / Leine am Mathenakreuz. Dazu werden 331 Platten mit Buchstaben benötigt.
- Neue technische Versorgungseinbauten wie Unterflurverteiler für Elektro und Wasser sowie Bodenhülsen mit Elektroanschlüssen für die Weihnachtsbäume vervollständigen die Ausstattung. Die vorhandenen Unterflurabfallbehälter werden versetzt und, falls nötig, erneuert. Sie erhalten einen verbesserten Schutz gegen Schwelbrand (Zigarettenkippen).
- Ein Trinkbrunnen, unterfahrbar.
Der Bereich Kreuz- / Korbmacherstraße erhielt folgende Ausstattung:
- Verwendung eines dunkleren Pflasters im befahrbaren Bereich (Fischgrätverband) zur Reduzierung von sichtbaren Fahrspuren.
- Verwendung des bisher ausgesuchten Pflasters im Flanierbereich.
- 13 neue Bäume (Hainbuchen); 3 Hainbuchen bleiben erhalten. 10 erkrankte Kastanien wurden gefällt.
- 12 neue Mastleuchten (Modell Trilux Potsdam).
- Bauliche Vorkehrungen für die Einrichtung einer E-Bike-Ladestation.
- Sehbehindertengerechte Ausstattung des zentralen Kreuzungsbereiches mit taktilen Platten (Noppenstruktur).
- Sechs Sitzelemente im Bereich der Bushaltestelle, die mit einem „Kasseler Bord“ (barrierefrei) versehen wurden.
KOSTEN
Die gesamtbaumaßnahme Neugestaltung der Fußgängerzone ist mit 4 Mio. Euro kalkuliert. Aus Mitteln der Städtebauförderung sowie aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung wurde dafür ein Zuschuss von 2,76 Mio. Euro bewilligt.
Anliegerbeiträge fallen bei dieser Baumaßnahme nicht an.
ANSPRECHPARTNER
Bei Fragen und Anregungen können Sie sich gerne an die nachfolgenden Ansprechpartner wenden:
| Aufgabengebiet | Ansprechpartner | Telefonnummer |
|---|---|---|
| Bauabwicklung: | Herr Gödde, Stadt Wesel | 0281/ 203 - 2455 |
| Städtebauliches Konzept: | Herr Waldeyer, Stadt Wesel | 0281/ 203 - 2326 |
| Stadtmarketing: | Herr Brocker, Wesel Marketing GmbH | 0281/ 203 - 2620 |
| Ausführende Firma: | Herr Luhn, Langenfurth Umwelt GmbH | 0281/ 94 82 37 |
















