Einführung

Güterzug

Die Eisenbahnstrecke Emmerich-Oberhausen ist als Anschluss zur niederländischen „Betuwe-Linie“ Bestandteil des wichtigsten europäischen Güterverkehrskorridors zwischen Rotterdam und Genua. Als „Betuwe-Linie“ bezeichnet man die 160 km lange ausschließlich dem Güterverkehr vorbehaltende Bahnstrecke vom Rotterdamer Hafen bis an die deutsch-niederländische Grenze. Diese Güterverkehrsstrecke in den Niederlanden ist bereits im Jahr 2007 fertig gestellt und in Betrieb genommen worden.

Geschichte
Der Ausbau des Rotterdamer Hafens verursacht zusätzlichen Güterverkehr. Ein Großteil des Güterumschlages im Rotterdamer Hafen soll in Zukunft über das europäische Eisenbahnnetz transportiert werden – also auch durch Deutschland. Daher schlossen bereits im Jahr 1992 die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland einen Vertrag ab, in dem sich die Bundesrepublik zur Aufnahme der zusätzlichen Gütermengen auf ihrem Eisenbahnnetz verpflichtete.
Die Folgen
Fast der gesamte auf der Bahn zu transportierende Güterverkehr außerhalb der Niederlande, wird in Zukunft über die an die Betuwe-Route anschließende und bereits vorhandene Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen geführt werden. Mit zwei baulichen Maßnahmen will die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin und Betreiberin des Eisenbahnnetzes die Kapazitäten auf der bestehenden bisher zweigleisigen Bahnstrecke von Emmerich nach Oberhausen ausbauen.
Die Blockverdichtung
Durch den Einsatz von elektronischer Stellwerkstechnik und  zusätzlicher Signale auf der bestehenden Strecke soll der Mindestabstand zwischen zwei hintereinander fahrenden Zügen verringert werden. Das bedeutet: je dichter die Züge hintereinander fahren, desto mehr Züge können auf einer bestehenden Strecke fahren, ohne dass zusätzliche Gleise gebaut werden müssen.
Der Bau eines dritten Gleises
Die bestehende Bahnstrecke von der Landesgrenze in Emmerich bis nach Oberhausen ist überwiegend zweispurig. Durch den Bau eines dritten Gleises sowie von zwei Überholgleisen (im Bahnhofsbereich von Wesel sowie in Hamminkeln-Mehrhoog) soll die Kapazität der Bahnstrecke erweitert werden.
Rechtlich geregeltes Verfahren
Sowohl die Umsetzung der Blockverdichtung als auch der Bau eines dritten Gleises können sich auf die Anwohner in der Nähe der Bahnstrecke auswirken. Mehr Züge auf der Strecke bedeuten mehr Lärm und mehr Erschütterungen. Mit der Herstellung von Lärmschutzwänden beim Bau des dritten Gleises als aktiver Lärmschutz soll zusätzlichem Lärm jedoch entgegengewirkt werden. Gesetzlich geregelt ist, dass die Bahn die genannten Maßnahmen erst nach Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens umsetzen kann. In diesem Verfahren können Betroffene ihr Recht und ihre Belange geltend machen. Ausführliche Informationen zu einem solchen Verfahren sind auf den Seiten „Planfeststellungsverfahren“ und „Rechte von Betroffenen“ zu finden.
Information ist wichtig!

Von den Vorhaben der Deutschen Bahn AG Betroffene, zum Beispiel als Eigentümer oder Pächter eines Grundstückes in der Nähe der Bahnstrecke, können Einwendungen gegen die Vorhaben rechtlich wirksam nur innerhalb des Planfeststellungsverfahrens geltend machen. Hierbei muss die sogenannte Einwendungsfrist von 6 Wochen beachtet werden. Sie sollten sich daher über Berichte in den Medien oder öffentliche Bekanntmachungen in den Zeitungen sowie auf der Internetseite der Stadt Wesel über den Stand des Planfeststellungsverfahrens informieren.

Auf der Seite  Links finden Sie weitere Internetadressen.

Kontakt

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Telefon: 02 81 / 2 03 24 20

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Klever-Tor-Platz 1
46483 Wesel

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