Fairtrade-Stadt Wesel

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In Wesel ging die Initiative für die Unterstützung des fairen Handels von der Eine-Welt-Jugendgruppe der evangelischen Kirche aus. Die Jugendlichen regten an, dass die Stadt Wesel fair produzierte und gehandelte Produkte einkauft. Unter dem Motto: Fair einkaufen? Wesel macht mit! führte die Gruppe im September 2008 mit großer Resonanz eine Informationsveranstaltung für Politik, Verwaltung sowie Firmen und Interessierte durch. So machten sie die Möglichkeiten des fairen Handels bekannt.

Im Dezember 2008  beschloss der Rat der Stadt Wesel einstimmig, bei Beschaffungen der Stadt die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zu Sozialstandards zu beachten und das Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit und die UN-Kinderrechtskonvention im städtischen Beschaffungs- und Vergabewesen zu berücksichtigen.

Klaus Bauer, Vorsitzender der Eine-Welt-Gruppe Wesel, berichtete Bürgermeisterin Westkamp im März 2009 von der Kampagne "Fairtrade-Towns", die es weltweit in 18 Ländern gibt. Seit 2009 können sich auch Kommunen in Deutschland um den Titel "Fairtrade-Stadt" bewerben.

Wesel musste folgende Kriterien erfüllen:

  • ein entsprechender Beschluss des Rates
  • die Gründung einer sogenannten Steuerungsgruppe
  • die Beteiligung von Einzelhandel und Gastronomie
  • die Beteiligung öffentlicher Einrichtungen (Schulen, Vereine, Kirchen)
  • die Berichterstattung durch örtliche Medien.

Durch das Engagement in das Zukunftsthema Fairer Handel können Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Handelsordnung leisten. Ob  im Rathaus Fairtrade-Kaffee getrunken wird, ob im Supermarkt das Sortiment mit Fairtrade-Produkten erweitert wird oder in der Gastronomie Fairtrade-Produkte verarbeitet werden:

Für fair gehandelte Produkte können alle aktiv werden. Damit engagieren sie sich gegen ausbeuterische Kinderarbeit und für gerechte Preise und Löhne für Menschen in Entwicklungsländern.

Im Dezember 2009 gab die Steuerungsgruppe grünes Licht und die Stadt bewarb sich bei der verantwortlichen Organisation "TransFair" um die Auszeichnung zur "Fairtrade-Stadt Wesel", die schließlich am 12. März 2010 in einem feierlichen Rahmen verliehen wurde.

Bürgermeisterin Westkamp bei der Auszeichnungsveranstaltung

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp bekommt von TransFair-Mitarbeiterin Kathrin Bremer (links) die Urkunde zur Auszeichnung Fairtrade-Stadt Wesel überreicht.

Die Fairtrade-Produkte

fair gehandelter Kaffee

Die Produktpalette ist vielfältig: Neben Bananen, Kaffee, Kakao, Tee und Zucker sind seit einiger Zeit auch Fußbälle, Reis, Schokolade, Süßigkeiten, Fruchtsäfte, Wein, Blumen sowie Baumwolle aus Fairem Handel  erhältlich. An Bedeutung gewinnt auch der Bereich faire Kleidung. Eine gute Möglichkeit, sich über die Bandbreite und Qualität fairer Produkte zu informieren, ist die Messe "Fair 2012" in der Dortmunder Westfalenhalle. Die Messe findet statt vom 20.9. bis 22.9.2012. Schwerpunktthema der Messe ist fair hergestellte und gehandelte Kleidung.

 

Eine Zusammenstellung mit derzeitigen Anbieterinnen und Anbietern von fair gehandelten Produkten in Wesel können Sie hier herunter laden.

 

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Kontakt

Frau Reining-Bender

Telefon: 02 81 / 2 03 23 15


Stadt Wesel
Klever-Tor-Platz 1
46483 Wesel

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