Bahnausschuss der Stadt Oldenburg informierte sich in Wesel

Der Bahnausschuss der Stadt Oldenburg mit Vertretern der Stadt Wesel (u.a. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp)

Am 08.06.2017 informierte sich der Bahnausschuss der Stadt Oldenburg bei Vertretern der Stadt Wesel und der Betuwe-Initiative im Weseler Rathaus über den Betuwe-Ausbau. Bei dem Erfahrungsaustausch wurde insbesondere über Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Bahn gesprochen. Thematisiert wurden die drohenden Belastungen der Anlieger, Sicherheitsaspekte und die befürchteten negativen Auswirkungen auf die Stadtentwicklung.

Thomas Verbeet, Leiter der Feuerwehr Wesel, stellte das Sicherheitskonzept für Wesel vor. Er machte deutlich, dass die Stadt durch hartnäckige Verhandlungen bei den Sicherheitsstandards Erfolge erzielen konnte. So hat sich z.B. die Bahn bei der Anzahl der Sicherheitstüren deutlich bewegt. Gert Bork, der sich seit 25 Jahren mit der Bürgerinitiative „Betuwe - So nicht!" für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einsetzt, berichtete über seine Erfahrungen. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp betonte, wie wichtig es gewesen sei, Politikerinnen und Politiker der Bundes- und Landesebene für die städtischen Interessen zu gewinnen.

Oldenburg steht am Anfang

Oldenburg ist in einer vergleichbaren Situation wie die von der Betuwe betroffenen Kommunen am Niederrhein. Geplant ist, den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven besser an das Bahnnetz anzubinden. Oldenburg wäre vom erhöhten Güterverkehr unmittelbar betroffen. Die Anwohner befürchten vor allem mehr Lärm, Erschütterungen und Staus in der Innenstadt. Zudem würde die Zahl der Gefahrguttransporte und damit das Unfallrisiko steigen.

Mehrere Stationen am Niederrhein

Vor dem Informationsaustausch im Weseler Rathaus waren die Oldenburger Ausschussmitglieder bei der Feuerwehr in Oberhausen zu Gast.
Am Freitag reiste die Delegation nach Zevenaer in die Niederlande weiter. Dort besichtigte die Gruppe die niederländische Güterzugstrecke der Betuwe-Linie mit Blick auf die Sicherheitsaspekte.