Baustraße wird erneuert

Die Baustraße wird komplett erneuert. Am 02.05.2018 beginnen die Baumaßnahmen. Während der Arbeiten verändert sich die Verkehrsführung. Umleitungen sind ausgeschildert.
Zuerst wird die Baustraße ab der Einmündung Poppelbaumstraße (zunächst für die ersten 4 Wochen einschließlich des halben Kreuzungsbereiches mit der Poppelbaumstraße) bis vor der Einmündung Pergamentstraße gesperrt. Der Verkehr wird über die Beguinenstraße und die Korbmacherstraße bis zur Ampelanlage Baustraße umgeleitet. Die Demmerstraße wird an der Zufahrt Baustraße gesperrt. Die Einbahnstraßenregelung der Demmerstraße wird aufgehoben. Bewohner mit Bewohnerparkausweis dürfen von der Beguinenstraße kommend in die Demmerstraße einfahren. Je nach Baufortschritt werden die Parkstreifen der Baustraße mit Halteverboten beschildert.
Die Baumaßnahmen beginnen am 02.05.2018. In den ersten 4 Wochen ist der Kreuzungsbereich mit der Poppelbaumstraße nur eingeschränkt befahrbar. Ein Teil der Poppelbaumstraße wird Einbahnstraße. Bei Verzögerungen werden die Änderungen zeitnah kommuniziert. Die Aufstellung der Verkehrszeichen usw. erfolgt durch die Firma „Verkehrstechnik Ripkens".

Bauzeit

Die Bauzeit wird voraussichtlich 12-18 Monate dauern. Aufgrund von Witterungseinflüssen, aber auch unerwarteten historischen Funden im Boden, kann es zu Verzögerungen kommen.

Hintergrund

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat in seiner Sitzung am 22.06.2016 den Umbau der Baustraße beschlossen.

Dabei wurden die Anregungen aus der Bürgerschaft sowie die Hinweise aus dem „Arbeitskreis Stadtumbau West Straßenplanungen Neustraße und Baustraße“ in den Planungen berücksichtigt.

Um die Politik von Anfang an in die Straßenplanungen Neustraße und Baustraße in der Innenstadt einzubeziehen, wurde der Arbeitskreis Stadtumbau West eingerichtet. Er setzte sich aus Politikern aller im Rat der Stadt Wesel vertretenden Fraktionen sowie Fachkräften aus der Verwaltung, dem ASG und den Stadtwerken zusammen. Ziel des Arbeitskreises war, eine Planung zu erarbeiten, die mit allen Beteiligten abgestimmt ist und einen möglichst großen Konsens erzielt.

Der Arbeitskreis kam zu dem Ergebnis, dass die Neugestaltung und der Ausbau der Baustraße und Neustraße notwendig sind. U.a. wurden folgende Gründe genannt:

  • Beide Straßen wurden 1891 gebaut und danach immer wieder saniert.  Ein Neuausbau fand nicht statt.
  • Die Erneuerung des Kanals ist in beiden Straßen notwendig.
  • Die Straßenoberflächen zeigen Risse und weitere Beschädigungen der Oberfläche.
  • Der Ausbau der Baustraße genügt nicht mehr heutigen städtebaulichen Ansprüchen.
  • Der Baumbestand in der Baustraße ist erheblich geschädigt. Das Wurzelwerk hebt das Pflaster an.

Darüber hinaus hat der Ausschuss für Stadtentwicklung in seiner Sitzung am 15.03.2016 beschlossen, dass Bürgerinnen und Bürger in der Zeit vom 20.04.2016 bis zum 03.05.2016 in einer Bürgerinformation ihre Anregungen und Bedenken vorbringen können.

Dabei wurden u.a. folgende Forderungen, Anregungen und Hinweise geäußert:

  • Nachtfahrverbot für LKW (Grund: Lärmbelastung)
  • Hoher Schülerverkehr à Sicherheit ist wichtig
  • Breite Radwege auf der Straße (Vorbild Kreuzstraße)
  • Hohe Verkehrssicherheit durch Mittelachse, Geschwindigkeitsreduzierung
  • Qualität der Straße erhöht den Wert der Immobilie
  • Behauptung: Rettungsfahrzeuge können nicht durch die Straße aufgrund der Mittelachse fahren
  • Kein Parken in zweiter Reihe mehr möglich bei Mittelachse, geschäftsschädigend
  • Mehr Parkplätze weniger Grün, Bestand 68 Stellplätze, Planung 79-85 Stellplätze
  • Tempo 30 ist zu langsam, 50 km/h soll gefahren werden

Viele Hinweise waren Einzelmeinungen. Trotzdem wurden alle Anregungen, Meinungen und Aussagen zusammengestellt, um die Bandbreite der Aussagen zu dokumentieren.

In der 3. Sitzung des Arbeitskreises am 09.06.2016 (1. Sitzung - 09.02.2016, 2. Sitzung - 08.03.2016) wurden die Ideen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger vorgestellt und Lösungsvorschläge falls möglich aufgezeigt. Zudem wurden Belastungszahlen der Baustraße vorgelegt und alle Punkte zur Diskussion gestellt.

Für die Baustraße konnten folgende Ergebnisse nach der Diskussion festgehalten werden:

  • Tempo 30
  • Schaffung von 79-85 PKW-Stellplätzen, Bestand 68 PKW-Stellplätze
  • Kurzzeitparkplätze werden in unmittelbarer Nähe zu den Gewerbetreibenden nach Fertigstellung der Baumaßnahme in ausreichendem Maß ausgewiesen.
  • Fahrradstellplätze können nach Fertigstellung der Baumaßnahme nach Bedarf im Bereich der Stellplatzachsen errichtet werden.
  • Bänke werden nicht aufgestellt, keine ausreichende Aufenthaltsqualität
  • Keine separaten Radverkehrsanlagen; bei Tempo 30 nicht notwendig, zudem Platzmangel im Straßenraum für separate Radverkehrsanlagen, Mittelstreifen sorgt für Verkehrsberuhigung
  • Rettungsfahrzeuge können ohne Probleme bei der vorgelegten Planung die Baustraße befahren, im Notfall kann auch die Gegenfahrbahn genutzt werden, Möglichkeit der Überfahrung des Mittelstreifens bestehen; Absprache mit Rettungsdienst und Straßenverkehrsbehörde einvernehmlich getroffen.
  • Mittelachse bleibt erhalten. Aufstellflächen für die Feuerwehr wurden an vorhandene Ein- und Ausfahrten angepasst.
  • Mittelstreifen dient nicht dem Parken. Ausreichende Fahrbahnbreite muss erhalten bleiben.
  • Mittelstreifen dient der Verkehrsberuhigung und verbessert das Miteinander der Verkehrsteilnehmer
  • Kein LKW-Nachtfahrverbot: Zählungen ergaben keine Belastungen bzw. sehr geringe Belastungen zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr

Alle Ergebnisse wurden in die Planungen der Baustraße aufgenommen.

Baukosten

Am 15.05.2017 erhielt die Stadt Wesel einen Förderbescheid aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau West. Hiervon entfallen auf die Einzelmaßnahme „Umgestaltung Baustraße“ Zuwendungen in Höhe von 211.194 €.
Die geschätzten Gesamtkosten für den Straßenbau betragen laut Förderantrag 816.434 €. Es entstehen Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz in Höhe von ca. 408.250 €. Der Eigenanteil der Stadt Wesel an der Maßnahme beträgt 196.990 €.
Die Kanalbaukosten liegen bei ca. 585.000 €.

Technische Maßnahmen

Die vorhandene Fahrbahn besteht aus einer Asphaltbefestigung. Der Kreuzungsbereich Pergamentstraße/Böhlstraße/Baustraße ist gepflastert. Der Gehweg besteht aus Gehwegplatten. In den Zufahrtsbereichen ist er teilweise gepflastert und die Stellplatzfläche ist als beidseitiger Längsparkplatz angeordnet und größtenteils asphaltiert. In der Kreuzung Baustraße/Kreuz-Korbmacherstraße befindet sich eine Ampelanlage. Zwei Masten der Ampel sind im Ausbaubereich. Durch den neuen Bordsteinverlauf müssen diese versetzt werden.

Die neue Fahrbahn wird bestehen aus:

  • 10 cm Asphaltdecke (4 cm Asphaltschicht + 6 cm Binderschicht)
  • 10 cm Asphalttragschicht
  • 15 cm Schottertragsschicht
  • 25 cm dicke Schottertragschicht

Daraus ergibt sich eine 60 cm Gesamtstärke.

Für den Gehweg (inklusive der Zufahrtbereiche) und den Parkstreifen:

  • 12 cm Pflaster + Bettung
  • 15 cm Schottertragschicht
  • 28 cm Frostschutzschicht

Daraus resultiert eine 55 cm Gesamtstärke.

Die Fahrbahn wird durch einen ca. zwei Meter breiten Grünstreifen in der Mitte unterteilt, so dass zwei Fahrspuren entstehen. Jede Spur hat eine Breite von 3,40 m. Neben der Fahrbahn entstehen auf beiden Seiten 2,10 m breite Längsparkplätze. Entlang der Häuser wird ein ca. 1,80 m breiter Gehweg errichtet.

Im Ausbaubereich ist momentan nur eine veraltete Beleuchtungsanlage vorhanden. Die Leuchten müssen im Rahmen des Ausbaus erneuert werden.

Das anfallende Oberflächenwasser wird über Entwässerungsrinnen und Straßenabläufe der Kanalisation zugeführt. Eine Erneuerung des Kanals ist erforderlich.

In der Baustraße sind zurzeit ein Schmutzwasserkanal und ein Regenwasserkanal vorhanden, die von der Korbmacherstraße zur Poppelbaumstraße verlaufen. Die vorhandenen Kanäle werden aus baulichen Gründen auf der gesamten Länge in offener Bauweise gegen einen neuen, breiteren Mischwasserkanal ersetzt. Die vorhandenen Schächte, Hausanschlüsse und Straßenabläufe werden in diesem Zusammenhang ebenfalls erneuert.

Das Gefälle zur Poppelbaumstraße bleibt bestehen.

Die wesentlichen Arbeiten sind:

  • Neuverlegung eines Mischwasserkanals: Gesamtlänge 320 m, Tiefenlage drei bis vier Meter.
  • Ca. 100 Hausanschlussleitungen sind an den neuen Kanal anzubinden.

Bei den Maßnahmen wird darauf geachtet, dass die Auswirkungen für die Anlieger so verträglich wie möglich gestaltet werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass es sich um zwei parallel verlaufende Innenstadtstraßen handelt, bei denen es Gewerbetreibende gibt, deren Grundstücke sowohl von der Neustraße wie auch von der Baustraße angefahren und beliefert werden können. Sie haben darum gebeten, dass während der Bauphase eine Anlieferungsmöglichkeit verbleibt.

Der ASG wird nach den Straßen- und Kanalbauarbeiten Feldahorn und Amberbäume pflanzen. Insgesamt werden 32 Bäume gepflanzt. Die neun vorhandenen Bäume sind bereits gefällt worden.

An voraussichtlich fünf geplanten Baumbeeten müssen vorhandene Gas- und Wasserleitungen im Rahmen der Baumaßnahme von den Stadtwerken umgelegt werden. Betroffen sind hier die Gas- und Wasserleitungen in den Baumbeeten vor den Häusern Baustraße 48, Demmerstraße 12, Baustraße 30/32, 10/12 und 2.
Auch die Fahrbahnmarkierungen werden vom ASG angebracht.

Die Versorgungsträger Westnetz, Unitymedia und Telekom werden im Zuge der Baumaßnahmen in Teilbereichen Leitungen erneuern.

 

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Kontakt

Herr Killisch
Telefon: 02 81 / 2 03 24 54
E-Mail: verkehrsplanung@wesel.de