Fahrten zu Gedenkstätten - Förderrichtlinien stehen fest

Schon bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die über Leid und Verbrechen während der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs berichten können. Es bedarf in Zukunft deshalb anderer, neuer Wege, Erinnerungen wach zu halten und damit für die Zukunft zu mahnen.

Daher beschloss der Rat im letzten Sommer den Beitritt zum Deutschen Riga-Komitee und Fahrten zu Gedenkstätten der Opfer des Nationalsozialismus finanziell zu unterstützen.

„Wesels Engagement ist einzigartig“ – so formulierte es Winfried Nachtwei in seiner Rede anlässlich des Beitritts Wesels zum Deutschen Riga-Komitee am 5. Februar 2019. Denn Wesel trat nicht nur dem Komitee bei und unterstützt so die Gedenkstätte in Riga, sondern die Stadt unterstützt Kinder-, Jugendliche und junge Erwachsenengruppen finanziell bei Fahrten zu Gedenkstätten politischer, insbesondere der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Nun stehen die Förderrichtlinien fest und es können finanzielle Unterstützungen beim Stadtarchiv beantragt werden.

Wer kann einen Antrag stellen:

  • Weseler Schulen bzw. Schulklassen
  • Weseler Kinder-, Jugend- und junge Erwachsenen-Gruppen (ab 3 Personen)

Wozu können Anträge gestellt werden:

  • Übernahme der Kosten für Eintrittspreise für nationalsozialistische Gedenkstätten, Dokumentations- und Begegnungszentren, Lern- und Erinnerungsorte wie z.B. NS-Dokumentation Vogelsang in der Eifel, NS-Dokumentationszentrum Köln, KZ-Gedenkstätte Dachau, Jüdisches Museum in Dorsten etc.
  • Übernahme der Kosten für Führungen, Seminare, Workshops in den Gedenkstätten/Museen
  • Anteilige Übernahme von Reisekosten, wenn die Reise ausschließlich dem Besuch einer Gedenkstätte gilt

Die Förderrichtlinien und der Förderantrag können hier heruntergeladen werden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Stadtarchiv Wesel, Frau Rulofs-Terfurth.

Downloads

Kontakt

Frau Rulofs-Terfurth
Telefon: 02 81 / 1 64 53 96
E-Mail: archiv@wesel.de