Gemälde des Malers Ernst Bosch wird an die Stadt Wesel übergeben

Mit den Worten "Wesel hat viele schöne Dinge - jetzt kommt noch eins dazu" überreichte Michael Schulz vom Lions-Club ein Gemälde des Malers Ernst Bosch an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Diese konnte die Aussage nur bestätigen und nahm das Gemälde erfreut entgegen.

Kunstmesse in Bislich

Für eine Kunstmesse in Bislich, deren Erlöse caritativen Zwecken zugeführt werden sollte, spendete Frau Marlies Hochgürtel dem Lions-Club ein Gemälde aus ihrem Familienbesitz.

Das Gemälde wurde dort aber nicht verkauft, weil Lions-Club Mitglied Dr. Wilhelm Busch  bei einer näheren Betrachtung des Gemäldes feststellte, dass es vom renommierten Maler Ernst Bosch stammte. Dieser hat Kindheit und Jugendjahre in Wesel verbracht und betrachtete die Stadt Wesel als seine Heimatstadt.

Der Lions-Club hat sich daraufhin entschieden, das Gemälde der Stadt Wesel zu übergeben.

Das Gemälde

Das Gemälde mit dem Titel "Reiter in Landschaft bei Düsseldorf" befand sich im Besitz der Familie Hochgürtel.

Es handelt sich um eine Szene in der Landschaft, jedoch zugleich um ein Portrait, das Prestige einfordert.

Der Reiter ist sehr präsent und hat Blickkontakt mit dem Betrachter des Gemäldes. Es handelt sich um Adam Eckhardt, Industrieller aus Düsseldorf und Schwager des Malers.

Die Örtlichkeit der Szene dürfte Düsseldorf-Grafenberge sein, heute bekannt durch seine Pferderennbahn.

Restauriert wurde das Gemälde von der Michael und Silvia Schulz Stiftung Wesel.

Ernst Bosch

Ernst Bosch kam als einjähriges Kind mit seiner Familie von Krefeld nach Wesel. Sein Vater arbeitete als handwerklicher Litograph bei der Weseler Druckerei und Verlagsbuchhandlung August Bagel. Bis zum 17. Lebensjahr und dem Eintritt in die Düsseldorfer Kunstakademie lebte Ernst Bosch in Wesel.

Bereits als Sechsjähriger wurde er in die Zeichenschule des Porträtmalers Wilhelm Tetsch aufgenommen.

Bosch besuchte nach der sogenannten "Elementarschule" das Königliche Gymnasium in der Pergamentstraße. Zunehmend gewinnt für ihn die künstlerische Betätigung an Bedeutung. Er verlässt das Gymnasium vor dem Abitur und besucht die Düsseldorfer Kunstakademie. Nach Abschluss des Studiums wird er Mitglied des Vereins der Düsseldorfer Künstler zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe, des Kunstvereins sowie des Künstlervereins Malkasten. 1861 heiratet er Bertha Havenith, eine Stieftochter seines früheren Lehrers Josef Schex, Schwester des Malers Hugo Havenith sowie Schwägerin des Malers Karl Litschauer und lässt sich in Düsseldorf nieder.

 

Gemäldeübergabe Bosch

von links nach rechts im Bild: Dr. Wilhelm Busch, Michael Schulz, Ulrike Westkamp , Daniel Kunstleben, Marlies Hochgürtel, Jan Pannenbecker, Dieter Dünnhaupt, Wolfgang Jung