Jackie

von Elfriede Jelinek

1929 geboren und 1994 an Krebs gestorben, galt Jackie Kennedy als Stilikone und als Gattin John F. Kennedys als Lichtgestalt eines neuen Amerikas. In ihrer Ehe mit dem Multimilliardär Aristoteles Onassis wurde sie schließlich zum Inbild von Verschwendungssucht. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek widmet sich dieser Figur, die immer im Blickfeld der Öffentlichkeit stand und doch nie eine öffentliche Funktion innehatte. An der Seite Ihrer prominenten Ehemänner musste sie sich gegen Konkurrentinnen wie Marilyn Monroe und Maria Callas behaupten, ohne selbst jemals ein Star zu sein.

Elfriede Jelinek gibt Jackie ihre unverwechselbare Sprache, um über ihre Existenz als weibliche Projektionsfigur zu reflektieren. „Warum soll ich mich nicht ansehen? Die anderen tun’s doch auch alle.“, legt sie ihr in den Mund und lässt sie im Chanel-Kostüm auftreten. Sie zeigt die Frau hinter den Bildern, konfrontiert mit ihren Krankheiten und den Toten ihres Lebens. Der beeindruckende Monolog ist eine Herausforderung für die Darstellerin.

 

Gastspiel: Rheinisches Landestheater, Neuss

 

Gefördert vom Kultursekretariat NRW Gütersloh

Links