Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans Nr. 154 “Am Hessenweg“ der Stadt Wesel im Ortsteil Wesel-Lackhausen: (Meldung aus dem Archiv)

Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans Nr. 154 “Am Hessenweg“ der Stadt Wesel für nachstehend abgebildeten geänderten Geltungsbereich im Ortsteil Wesel-Lackhausen:

Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 154 "Am Hessenweg"

Der Rat der Stadt Wesel hat in der Sitzung am 24.04.2018 die Änderung des Geltungsbereichs entsprechend der obigen Darstellung und den Entwurf des  Bebauungsplans Nr. 154 "Am Hessenweg“ gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen.

Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 03.11.2017 (BGBl. I S. 3634) liegt der Planentwurf mit Entwurfsbegründung und Umweltbericht sowie mit den wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung öffentlich aus in der Zeit

vom 17.05.2018 bis einschließlich 22.06.2018

im Rathaus (Erweiterung) der Stadt Wesel, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel, Flur vor den Zimmern 232 bis 234, montags bis freitags während der allgemeinen Dienststunden der Stadtverwaltung.

Ziel des Bebauungsplans ist:

  • die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes (Allgemeines Wohngebiet = WA) sowie die Entwicklung einer neuen Verkehrsanbindung zwischen den Ortsteilen Feldmark und Lackhausen.

Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit während der Auslegungsfrist abgegeben werden können und dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

Mit dem Planentwurf des Bebauungsplans Nr. 154 "Am Hessenweg" liegen folgende Informationen aus:

  • Übersichtsplan
  • Geltungsbereich ALT
  • Geltungsbereich NEU
  • Sonstiger Geltungsbereich für externen Ausgleich Schutzwürdiger Böden
  • Darstellung Flächennutzungsplan
  • Begründung Teil A – Städtebaulicher Teil
  • Begründung Teil B – Zusammenstellung Gutachten Umwelt (inklusive Fachbeitrag zur Eingriffsbilanzierung und artenschutzrechtlicher Prüfung)
  • Verkehrsuntersuchung zum Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ in Wesel   – hier: Leistungsfähigkeitsuntersuchung des Knotenpunktes L 7/Holzweg/Julius-Leber-Straße. – Stand: März 2018
  • Planung der Entwässerungseinrichtungen zum Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ in Wesel – Stand: Oktober 2017
  • Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ - Schalltechnische Untersuchung, Verkehrslärm nach DIN 18005, Schienenlärm nach Schall 03, Lärmpegelberechnung nach DIN 4109 – Erläuterungsbericht 03/2018 – Stand: März 2018
  • Erläuterungsbericht zu den versickerungstechnischen Untersuchungen zum Bebauungsplan Nr. 154 „Am Hessenweg“ in Wesel-Feldmark – Stand: Mai 2011
  • Bericht über ergänzende Versickerungsuntersuchungen im Rahmen der Studie zur Ableitung und Versickerung von Niederschlagswasser zum Bebauungsplan Nr. 154 „Am Hessenweg“ in Wesel-Feldmark – Stand: August 2014
  • Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung
  • Abwägung samt Anregungen (Stellungnahme der Verwaltung) aus der Sitzung des Rates vom 24.04.2018
  • Verteilerliste

Nachfolgend genannte umweltbezogene Informationen sind verfügbar:

Umweltinformationen

Begründung, Stadt Wesel

Neben den städtebaulichen Aspekten wurden die Immissionsschutzbelange bezüglich der Straßenverkehrs- und Schienenverkehrsimmissionen sowie der Luftschadstoffe thematisiert.

Das Plangebiet wurde ebenso bezüglich der Behandlung des Niederschlagswassers, der Entsorgung des Schmutzwassers, geplanter Grünflächen und Anpflanzungen, Ausgleichsmaßnahmen, Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie, Altlasten in Form von Kampfmitteln, des Klimaschutzes, der archäologischen Befundsituation im Plangebiet und des Schutzguts Boden bewertet.

Betrachtet wurde weiterhin die Beurteilung des Eingriffs in Natur und Landschaft sowie die Beurteilung des Eingriffs zum Vorrang der Innenentwicklung.

Zusammenstellung Gutachten Umwelt, Stadt Wesel

Umweltbericht (inkl. Fachbeitrag zur Eingriffsbilanzierung), Stadt Wesel, 26.03.2018

Der Umweltbericht bildet einen gesonderten Teil der Begründung. Gegenstand der Umweltprüfung ist die Bestandsbeschreibung und -bewertung sowie die Ermittlung und Beschreibung der möglichen Auswirkungen der Planung auf die Schutzgüter und deren Wechselwirkungen. Im Einzelnen:

Mensch
Beschreibung der Bestandssituation und Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Mensch"

  • Untersuchung des Plangebiets in Bezug auf Staub-, Lärm- und Geruchsentwicklungen aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung im Geltungsbereich.
  • Untersuchung der Lärm- und Schadstoffimmissionen durch Straßen- und Schienenverkehr.
  • Betrachtung des Plangebiets bezüglich der Lage zu Betrieben nach Störfallverordnung.
  • Untersuchung des Wohn- und Wohnumfeldpotenzials sowie der Eignung des Plangebiets für Erholungszwecke.

Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt"

  • Aufgrund der vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude und Biotoptypen wurde das Vorkommen von planungsrelevanten Pflanzen- und Tierarten wie Rote-Liste-Pflanzen, Brutvögeln sowie Fledermäusen im Plangebiet untersucht.

Boden
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Boden"

  • Untersuchung der Bestandssituation des Plangebietes und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf die Funktionen des Bodens für den Naturhaushalt, Bodentypen, schutzwürdige Böden sowie Altlasten.

Wasser
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Wasser"

  • Es wird die Wasserbelastung, die Grundwasserneubildung, der chemische Zustand des Grundwasserkörpers sowie die Versickerung thematisiert.

Klima/Luft
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Klima/Luft"

  • Beschreibung des Plangebietes im Hinblick auf den zugehörigen Klimabereich, die Niederschlagsmenge und die Durchlüftung.
  • Bewertung des Plangebietes anhand der Kriterien Luftaustausch/Klimaausgleich und Luftfilterung/ Immissionsschutz.

Landschaft
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Landschaft"

  • Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für das Landschaftsbild unter Heranziehung der Kriterien Wiedererkennungswert und Eigenart sowie Vielfalt und Schönheit.

Kultur- und Sachgüter
Beschreibung der Bestandssituation und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut "Kultur- und Sachgüter"

  • Untersuchung des Plangebietes in Bezug auf Bau- und Bodendenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen sowie schutzwürdiger Böden als Archiv der Kulturgeschichte.

Externe Ausgleichsmaßnahmen

Da der Eingriff in die schutzwürdige Parabraunerde im Plangebiet nicht vollständig ausgeglichen werden kann, erfolgt der externe Ausgleich in einer Größenordnung von 1.255 qm auf den Flächen des Ökokontos der Stadt Wesel unter der Bezeichnung AF 04 „Haferkamp“ (Gemarkung Wesel, Flur 73, Flurstück 39 tlw.).

Sonstiger Geltungsbereich für externen Ausgleich des Bebauungsplans Nr. 154 "Am Hessenweg"

Artenschutzrechtliche Prüfung, Stadt Wesel, 21.02.2018

Die Artenschutzprüfung beschäftigt sich schwerpunkmäßig mit der Untersuchung zur Feststellung auf das Vorkommen planungsrelevanter, geschützter Arten (Vögel, Amphibien, Fledermäuse und Reptilien) und ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Verkehrsuntersuchung zum Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ in Wesel   – hier: Leistungsfähigkeitsuntersuchung des Knotenpunktes L7/Holzweg/Julius-Leber-Straße, Ingenieurgruppe IVV GmbH & Co. KG, März 2018

Die Verkehrsuntersuchung beschäftigt sich mit der Leistungsfähigkeitsuntersuchung des Knotenpunktes L7/Holzweg/Julius-Leber-Straße für die beiden zu betrachtenden Varianten der neuen Verbindungsstraße (Tempo 50 bzw. Tempo 30) des Bebauungsplangebietes unter Berücksichtigung der durch die Stadt Wesel prognostizierten Streckenbelastungen. Sie untersucht, ob der Knotenpunkt die auftretenden Verkehre leistungsgerecht und sicher abwickeln kann und stellt hierzu die gegebenenfalls erforderlichen Ertüchtigungen dar. Die Verkehrsuntersuchung ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Planung der Entwässerungseinrichtungen zum Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ in Wesel, Ingenieurbüro R.A.Patt GmbH,  Oktober 2017

Die Studie prüft und bewertet die Möglichkeiten, das im Plangebiet anfallende Niederschlagswasser abzuleiten und in öffentlichen Flächen ortsnah zur Versickerung zu bringen. Die Studie ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Bebauungsplan Nr. 154 “Am Hessenweg“ - Schalltechnische Untersuchung, Verkehrslärm nach DIN 18005, Schienenlärm nach Schall 03, Lärmpegelberechnung nach DIN 4109 – Erläuterungsbericht 03/2018, Planungsbüro Hahm GmbH (pbh), 23.03.2018

Die schalltechnische Untersuchung ermittelt und beurteilt auf der Basis aktueller Verkehrsmengen und der Prognosedaten der Bahnstrecken sowie der Straße die Geräuschsituation durch Verkehrslärm und Schienenlärm im Plangebiet und schlägt bei Überschreitung der schalltechnischen Orientierungswerte entsprechende Lärmminderungsmaßnahmen vor. Zudem werden die Lärmpegelbereiche nach DIN 4109 ermittelt und dargestellt. Die schalltechnische Untersuchung ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Erläuterungsbericht zu den versickerungstechnischen Untersuchungen zum Bebauungsplan Nr. 154 „Am Hessenweg“ in Wesel-Feldmark, geologie:büro, 04.05.2011

Gegenstand des Erläuterungsberichts ist die Ermittlung der Boden- und Grundwasserverhältnisse sowie die Wasserdurchlässigkeit der Böden. Aufgrund der Ergebnisse wird geprüft, ob und in welcher Form eine Niederschlagswasserbeseitigung auf der Fläche möglich ist. Der Erläuterungsbericht ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Bericht über ergänzende Versickerungsuntersuchungen im Rahmen der Studie zur Ableitung und Versickerung von Niederschlagswasser zum Bebauungsplan Nr. 154 „Am Hessenweg“ in Wesel-Feldmark, geologie:büro, 21.08.2014

Die Versickerungsfähigkeit der Böden im Plangebiet wurde bereits im Jahr 2011 geotechnisch untersucht.

Aufgrund der Größe des Gebiets und um die konkreten Verhältnisse an den Versickerungsstandorten, wie sie sich während der Ausarbeitung der Studie ergeben würden, berücksichtigen zu können, werden die Versickerungsuntersuchungen aus dem Jahr 2011 durch weitere Untersuchungen überprüft. Der Bericht ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung

Die umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung beschäftigen sich mit nachfolgend aufgeführten Themen:

  • Hinweis auf die Regenwasserbehandlung
  • Hinweis auf die Schmutzwasserbehandlung
  • Öffentliche Grünflächen
  • Hinweis auf Standorte für Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) / Heizwerk
  • Hinweis auf die Nutzung moderner und umweltfreundlicher Energie- und Nah(wärme)versorgungskonzepte
  • Hinweis auf eine Versorgung mit Erdgas
  • Hinweis auf Verkehrslärm (Schiene und Straße)
  • Hinweis auf erforderliche Schallschutzmaßnahmen (aktive Lärmschutzmaßnahmen)
  • Hinweis auf das Problem der Lärm-Reflexion
  • Hinweis auf den sparsamen und schonenden Umgang mit Grund und Boden
  • Hinweis auf die Beurteilung des Eingriffs zum Vorrang der Innenentwicklung
  • Hinweis auf den Kompensationsbedarf
  • Hinweis auf den Verlust landwirtschaftlicher Fläche
  • Natur- und Landschaft
  • Artenschutz
  • Naturschutzrechtliche Belange
  • Empfehlung einer Überprüfung des konkreten Verdachts der zu überbauenden Flächen auf Kampfmittel sowie Sicherheitsdetektion
  • Hinweis auf die Anlage einer Waldfläche
  • Hinweis auf Eingriff in (schutzwürdige) Böden
  • Hinweis auf Löschung einer Fläche aus dem Verbandsverzeichnis Grünflächen
  • Hinweis auf die Lage über Bergwerksfeldern
  • Hinweis auf notwendige Ersatzpflanzungen
  • Klimaschutz
  • Denkmal-/Bodendenkmalschutz

Schriftliche Stellungnahmen sind an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel, zweckmäßigerweise an das Team Bauleit- und Verkehrsplanung im Rathaus Wesel, Zimmer 232 bis 234, zu richten. Dort werden auch die Pläne während der Dienststunden erläutert; es werden fachliche Auskünfte erteilt und mündliche Stellungnahmen zur Niederschrift aufgenommen, wenn es gewünscht wird. Telefonkontakte sind eingerichtet unter Tel. 0281/203-2425 (Frau Buschmann), Tel. 0281/203-2426 (Frau Lewandowski) und Tel. 0281/203-2422 (Herr Beier). Gesprächstermine können auch außerhalb der allgemeinen Sprechzeiten der Stadtverwaltung vereinbart werden.

Diese Bekanntmachung ist auf der Internetseite der Stadt Wesel unter www.wesel.de/Bekanntmachungen veröffentlicht. Gleichzeitig sind die zur Einsicht ausliegenden Unterlagen online einzusehen.

Wesel, den 02.05.2018

Stadt Wesel
Die Bürgermeisterin
In Vertretung
gez.
Klaus Schütz
Erster Beigeordneter

Links

Kontakt

Frau Buschmann
Telefon: 02 81 / 2 03 24 25
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Frau Lewandowski
Telefon: 02 81 / 2 03 24 26
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Herr Beier
Telefon: 02 81 / 2 03 24 22
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de