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Die erste spätgotisch-flämische Rekonstruktion in Deutschland

Seit September 2011 steht auf dem Großen Markt in Wesel die spätgotisch-flämische Rathausfassade aus dem Jahr 1455 mit ihrem barocken Turm aus dem Jahr 1698.

Foto des historischen Rathauses

Als Sinnbild für die reiche Hansestadt Wesel war die Schmuckfront damals vor zwei Bürgerhäuser gesetzt worden. Der filigrane Baustil war selten und ungewöhnlich – die flandrische Spätgotik ist Symbol für kunstvolle Selbstdarstellung. Nach der fast vollständigen Zerstörung des alten Wesel Mitte Februar 1945 lagen zugunsten des gesamten Stadtneubaues Aufbaupläne jahrzehntelang auf Eis. Das Symbol bürgerlicher Selbstverwaltung drohte unwiederbringlich verloren zu gehen.

Doch ab 1980 wurden Pläne geschmiedet, 1986 die Bürgerinitiative Historisches Rathaus Wesel e.V. gegründet und ab 2003 begann die Sammlung von Geld für den Wiederaufbau. Es bildete sich eine Allianz:  Mit Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger aus Wesel, aus der Umgebung, aber auch von Menschen aus ganz Europa hat man 50 Prozent der Baukosten gesammelt - 35 Prozent haben darüber hinaus  das Land NRW, 15 Prozent die Stadt Wesel erbracht. Die Gesamtkosten sind auf insgesamt 3,05 Millionen Euro veranschlagt.

Historische  Rathausfassade am Großen Markt

Eine Baustellenschildenthüllung symbolisierte am 29. Mai 2009 den Beginn der Bauphase- die Übergabe am 18. Sept. 2011 fand unter großer Beteiligung von Stiftern und Gästen sowie der Politik auf dem Großen Markt statt.

Die Wiedererrichtung der Schmuckfassade des spätgotisch-flämischen Rathauses zeigt eine einschneidende städtebauliche Wirkung. Zusammen mit der historischen Stadtkirche, dem heutigen Willibrordidom, wird nicht nur der eigentlichen Altstadt der Hansestadt Wesel das wesentliche Stadtgebäude zurück gegeben, sondern durch den Rathausturm mit der goldenen Kugel hat die Stadt nun eine veränderte Silhouette erhalten.

Als die historische Rathausfassade eingeweiht und der Bevölkerung zurück gegeben wurde, waren die sieben Podeste zwischen den Fenstern im 1. Stockwerk  noch leer.

Seither haben Bürgerstiftung und Bürgerinitiative daran gearbeitet, Spendenmittel zu aquirieren, um sieben Statuen auf die Podeste zu bringen. Mit der feierlichen Übergabe der beiden letzten Statuen, Rudolf I. von Habsburg und Graf Dietrich VIII von Kleve  am Samstag, 13. Mai 2017, ist die Rekonstruktion der historischen Rathausfassade nunmehr erfolgreich vollendet.

Der Zweiklang von Dom und Rathaus  ist zurückgekehrt!

 

 

 

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