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Betuwe – Erörterungstermin beendet, Anhörungsverfahren abgeschlossen

Der Erörterungstermin für den Planfeststellungsabschnitt 2.2 Wesel zum dreigleisigen Ausbau der Eisenbahnstrecke Oberhausen – Emmerich – Landesgrenze D/NL ist am 21. März 2017 beendet worden. Damit ist das Anhörungsverfahren innerhalb des Planfeststellungsverfahrens abgeschlossen.

Behandelt wurden am 21. März 2017 in der Fortsetzung des im Dezember 2016 unterbrochenen Erörterungstermins insbesondere noch Fragen zu Entschädigungen und Wertminderungen von Immobilien sowie zum Sicherheitskonzept für die Ausbaustrecke.

Verbesserungen beim Sicherheitskonzept

Stefan Ventzke, der Projektleiter bei der DB Netze für das Ausbauvorhaben, erläuterte die gemeinsam von Bahn, Ministerien und Feuerwehren erarbeiteten Veränderungen und Ergänzungen zum Sicherheitskonzept:

  • Insgesamt 84 Türen in den Schallschutzwänden sollen bei einem Unfall den Zugang zur Strecke für Rettungseinsätze ermöglichen. Der Abstand zwischen den Türen liegt damit durchschnittlich unter 250 Metern. Die ursprüngliche Planung der Bahn sah einen Abstand von durchschnittlich 1000 Metern vor. Darüber hinaus werden von der Bahn insgesamt 16 Löschwasserbrunnen vorgesehen. Diese Ergänzungen werden von der Bahn in das Planfeststellungsverfahren eingebracht.
  • Das Land NRW stellt für die gesamte Ausbaustrecke von Oberhausen bis Emmerich insgesamt vier sogenannte Hytrans Fire Systems (HFS) zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge mit einer leistungsfähigen Pumpe sowie einem zwei Kilometer langen Schlauchsystem. Damit können innerhalb kurzer Zeit aus offenen Gewässern die für Kühlung und Brandbekämpfung erforderlichen Löschwassermengen zur Verfügung gestellt werden. Ein HFS soll in Wesel stationiert werden.
  • Der Erste Beigeordnete der Stadt Wesel, Klaus Schütz, sowie der Leiter der Weseler Feuerwehr, Thomas Verbeet, bewerteten den in vielen intensiven Verhandlungen erarbeiteten Vorschlag als eine tragfähige Lösung. Sie hoben insbesondere den Einsatz der örtlichen Bundestagsabgeordneten Sabine Weiss und Dr. Hans-Ulrich Krüger, aber auch die Unterstützung von Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks sowie Bahnvorstand Ronald Pofalla hervor.

Wie geht es weiter?

Die Bezirksregierung Düsseldorf als Anhörungsbehörde wird für den Erörterungstermin nun ein Wortprotokoll sowie einen Bericht erstellen und diese an das Eisenbahnbundesamt (EBA) als Planfeststellungsbehörde senden. Das EBA entscheidet dann über den Antrag der Vorhabenträgerin DB Netze AG. Angekündigt wurden von der DB Netze allerdings bereits eine Reihe von Planänderungen. Diese werden als sogenannte Deckblattverfahren in das Planfeststellungsverfahren integriert. Erst nach Beendigung der in der Regel mit einer eingeschränkten Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung verbundenen Änderungsverfahren kann das EBA abschließend über das Ausbauvorhaben entscheiden. Wann dies der Fall sein wird, kann wegen des Umfangs der eingegangenen Einwendungen in dem Planfeststellungsabschnitt Wesel nicht prognostiziert werden.

Website der Deutschen Bahn zum Ausbauvorhaben

Unter www.emmerich-oberhausen.de/ hat die Deutsche Bahn eine Website mit vielen Informationen zum gesamten Ausbauvorhaben eingerichtet. Dort können Sie auch den regelmäßig erscheinenden Newsletter zum Ausbauvorhaben abonnieren.

Informationszentrum in Wesel

Wissenswertes zum Ausbauvorhaben erfahren Interessierte auch im Informationszentrum der Deutschen Bahn am Handelsweg 1 in 46485 Wesel. Geöffnet ist das Infozentrum derzeit jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr.

Bürgersprechstunde

Persönliche Belange können darüber hinaus im Rahmen einer Bürgersprechstunde mit Mitarbeitern der Deutschen Bahn erörtert werden. Dazu muss man sich anmelden bei Frau Mareike Müller, Telefon 02803 3017 3905, oder unter der E-Mail-Adresse mareike.m.mueller@deutschebahn.com.

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Kontakt

Herr Rosner
Telefon: 02 81 / 2 03 25 94
E-Mail: stadtteilplanung@wesel.de
Herr Terfurth
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E-Mail: stadtteilplanung@wesel.de