Ratgeber Ökologisches Bauen

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Niedrigenergiehäuser, Sonnenenergienutzung, umweltfreundliche Baustoffe sind nur einige Begriffe, die sich unter dem Thema "Ökologisches Bauen" versammeln. Welche Möglichkeiten gibt es, beim Bau eines Hauses einen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten und vielleicht sogar dabei zu sparen? Kann durch die Wahl der Baustoffe die gesundheitliche Belastungen für die Bewohner minimiert werden? Die Palette der Alternativen ist sehr groß und mit Sicherheit lassen sich nicht alle Kriterien gleichzeitig erfüllen.

Die nachfolgenden Seiten sollen lediglich einen Eindruck über die vielen Bereiche des ökologische Bauens geben. Sie richtet sich in erster Linie an Bauherren oder solche die es werden wollen, aber auch an alle Interessierten, die sich einen Eindruck über das Thema des ökologischen Bauens verschaffen wollen.

Der Inhalt soll Anregung für eigene Ideen und Überlegungen sein. Die einzelnen Themen können allerdings nicht vertieft werden. Ein konkretes Vorhaben oder eine Idee muß immer auf das Einzelobjekt bezogen mit den entsprechenden Fachleuten (z.B. Architekt) genau geplant werden.

Bauleitplanung

Bereits im Rahmen der Bauleitplanung, das heißt bei der Aufstellung von Bebauungsplänen, werden die Belange des ökologischen Bauens so weit wie möglich berücksichtigt. Möglichkeiten der passiven Sonnenenergienutzung durch die Gebäudestellung finden ebenso Beachtung wie die Einrichtungen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Weiterhin werden Überlegungen zur Verringerung des Flächenverbrauchs und zur sparsamen Erschließung angestellt.

Andererseits will die Bauleitplanung den Wunsch nach Individualität und persönlicher Entfaltung bei der Gestaltung von Häusern nicht einengen. Deshalb beschränken sich Festlegungen auf die generelle Bestimmung des Baugebietes, die Angabe von Baugrenzen bzw. -linien und gegebenenfalls auf die Gebäude- bzw. Dachausrichtung.

Im Bereich der Grün- und Freiflächengestaltung ergeben sich teilweise Festsetzungen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft als Ausgleich für den Eingriff. Ansonsten wird versucht, durch behutsame Festsetzung von Pflanzgeboten und durch Auswahllisten für standortgerechte, heimische Pflanzen den Gestaltungsspielraum möglichst groß zu halten.

Überlegungen vor Baubeginn

Häuser können als Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser oder im Geschoßwohnungsbau konzipiert werden. Der Traum der meisten Bauherren ist ein Einfamilienhaus am Stadtrand auf großem Grundstück. Aus Umweltsicht ist dies jedoch die schlechteste Lösung, da sie von allen am meisten Fläche verbraucht.

Die Bodenfläche kann um keinen Quadratmeter vergrößert werden. Freie Landschaft hat einen hohen Wert, für die Umwelt ebenso wie für die Erholung. Gebot der Stunde ist also ein sparsamer Umgang mit Bauland. Am günstigsten sind daher Reihenhäuser und andere Bauformen mit hohen Nutzungsdichten. Es müssen ja keine Hochhäuser oder Plattenbauten sein. Bei einer guten Planung und Gestaltung können durchaus auch dicht bebaute Gebiete eine hohe Wohnqualität aufweisen. Locker bebaute Einfamilienhausgebiete können eine Reihe weiterer Nachteile haben:

  • es läßt sich kaum ein sinnvoller Nahverkehr organisieren,
  • eine effektive Nahwärmeversorgung ist schwieriger,
  • der Aufbau von Infrastruktur (Läden, Banken) rentiert sich wegen der dünnen Besiedelung nicht.

Der Wunsch nach einem Garten ist verständlich und berechtigt. Man kann Gemüse anbauen, Gehölze pflanzen und sich einen Erholungsraum schaffen. Doch wenn Grundstücke von 700 und mehr lediglich als Rasenfläche mit einigen Koniferen genutzt werden, so ist das aus Umweltsicht eine Verschwendung. Umweltbewußter sind kleine Baugrundstücke die dann aber intensiv genutzt und gestaltet werden. Sie kommen außerdem wesentlich billiger.

  
 

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