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Finanzielle Hilfen

Pflegegeld

Vollzeitpflege

Wenn Pflegeeltern ein Pflegekind aufnehmen, haben Sie Anspruch auf Pflegegeld. Das monatliche Pflegegeld setzt sich zusammen aus den materiellen Aufwendungen und dem Erziehungsbeitrag. Die materiellen Aufwendungen für den Lebensunterhalt sind altersgemäß gestaffelt und betragen zur Zeit (Stand 01.01.2010):

AlterBetrag
bis zum vollendeten 7. Lebensjahr458 €
vom vollendeten 7. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr525 €
ab dem vollendeten 14. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr638 €

Mit den materiellen Aufwendungen ist der gesamte regelmäßig wiederkehrende Lebensbedarf des Pflegekindes abgedeckt. Neben den materiellen Aufwendungen wird den Pflegeeltern ein sog. Erziehungsbeitrag gezahlt, der für die pädagogische Betreuungs- und Erziehungsarbeit der Pflegeeltern gedacht ist. Dieser beträgt z. Zt. 219 € (Stand 01.01.2010).

Bereitschaftspflege

Die materiellen Aufwendungen für den Lebensunterhalt im Rahmen der Bereitschaftspflege orientieren sich an den Beträgen, die für die Vollzeitpflege gezahlt werden (siehe oben). Für die pädagogische Betreuungs- und Erziehungsarbeit erhalten Bereitschaftspflegeeltern den 2,5-fachen Erziehungsbeitrag, also z. Zt. 547,50 Euro.

Pflegegeld für intensive sonderpädagogische Familienpflege

Für diese Pflegeform werden materiellen Aufwendungen zum Lebensunterhalt erbracht (gleiche altersgemäße Staffelung wie bei der Vollzeitpflege), es wird ein Betreuungs- und Erziehungsbeitrag in 3-facher Höhe (657 € Stand 01.01.2010) und ein Beitrag zur Sicherstellung der Altersversorgung in Höhe von 61,36 € gezahlt.

Unfallversicherung und Alterssicherung

Für alle drei genannten Pflegeformen werden gem. § 39 Abs. 4 SGB VIII neben dem Pflegegeld auch Beiträge für eine Unfallversicherung (orientiert an dem Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung) und Alterssicherung (hälftige Anteil des Mindestbeitrages zur gesetzlichen Alterssicherung) übernommen.

Als anerkennungsfähige Aufwendungen, die entsprechend nachzuweisen sind, gelten zurzeit (Stand 01.01.2009): 

  • ·      für die Unfallversicherung jährliche Kosten von 79,38 Euro
  • ·      für die Alterssicherung monatliche Kosten von 39,80 Euro

Die andere Hälfte der Beiträge für eine Alterssicherung ist von den Pflegestellen selbst zu tragen. Im Falle der Beendigung der Jugendhilfe entfällt auch die Bezuschussung.

Einmalige Beihilfen

Neben dem monatlichen Pflegegeld können einmalige Beihilfen durch die Pflegeeltern beantragt werden, z. B. eine Erstausstattungsbeihilfe zur Beschaffung von Bekleidung, Bettwäsche und Mobiliar oder Zuschüsse zu Klassen- oder Ferienfahrten.

Versicherungsschutz

Haftpflichtversicherung

Soweit Pflegeeltern eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, können sie das Pflegekind der Versicherung problemlos als weiteres Mitglied im Haushalt benennen. Damit wird der Versicherungsschutz gegenüber Dritten ohne weitere Kosten auf das Pflegekind ausgedehnt. Darüber hinaus sind Pflegekinder auch über die Stadt Wesel haftpflichtversichert. Diese Versicherung tritt ein, wenn das Pflegekind im Haushalt der Pflegeeltern einen Schaden verursacht, der nicht anderweitig abgesichert ist. Gleichfalls tritt Sie gegenüber Dritten ein, soweit keine Familienhaftpflicht der Pflegefamilie besteht.

Sterbeversicherung

Im Todesfall sind Ansprüche aus Versicherungen der leiblichen Eltern und/ oder der Pflegeeltern zu prüfen. Darüber hinaus können unter Umständen Leistungen des Sozialhilfeträgers beansprucht werden. Die Jugendhilfe übernimmt auf Antrag die Beitragsgebühren für eine Sterbeversicherung ohne Kapitalansparung.

Krankenversicherung

In der Regel sind Pflegekinder im Rahmen der Familienversicherung über die leiblichen Eltern versichert. Es besteht aber auch die Möglichkeit der Aufnahme in die Versicherung der Pflegeeltern. Falls diese Möglichkeit nicht besteht, können die Pflegekinder über die wirtschaftlichen Jugendhilfe des Fachbereiches Jugend, Schule und Sport versichert werden.