Einweihung des „Geographischen Mittelpunktes“ Wesels

Runder Tisch Auesee mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp - Einweihung "Geographischer Mittelpunkt Wesel"

Der Geographische Mittelpunkt Wesels liegt auf einer Halbinsel am Auesee in unmittelbarer Nähe des Rundwanderweges.

2011 berichtete die örtliche Presse von der „Reise zum Mittelpunkt der Stadt" (NRZ, 23.08.2011). In der Stadt spekulierten Bürgerinnen und Bürger, wo der Mittelpunkt der Stadt liegen könnte. Kaum jemand tippte auf den ermittelten Punkt am Auesee.

Im April 2013 beantragte Ratsmitglied Jürgen Lantermann, die Fläche am „Geographischen Mittelpunkt" zu gestalten. Die besagte Stelle war bisher unscheinbar und nicht hervorgehoben. Um auf den Mittelpunkt Wesels hinzuweisen, war deshalb die Gestaltung der Fläche nötig. Der Vorschlag wurde am Runden Tisch „Auesee" diskutiert und für gut befunden.

Infotafel: Der Mittelpunkt ist auf einer Karte von Wesel markiert. Auch im Geoportal der Stadt ist der Mittelpunkt eingezeichnet.

Ein 2,2 Tonnen schwerer Findling, der dank einer Spende der Firma Hülskens angeschafft werden konnte, kennzeichnet jetzt den geographischen Mittelpunkt der Stadt. Ein Weg in Pfeilform deutet auf den Findling hin. Auf dem Findling selbst befindet sich eine Tafel mit Erläuterungen. Zwei Bänke laden zum Verweilen ein. Im kommenden Winter werden drei Bäume (heimische Baumarten), die vom NABU ausgesucht wurden, an drei Eckpunkten gepflanzt. Die Arbeiten am Platz führte der ASG Wesel durch.

Die Idee, den Geographischen Mittelpunkt Wesel zu markieren, war auch ein Teil der Maßnahmen des Tourismuskonzepts der Stadt Wesel. Heute - zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Konzeptes (01.06.2015) - ist der Auesee und damit Wesel um eine bzw. zwei touristische Attraktionen reicher. Die umgesetzten Maßnahmen unterstreichen das Leitbild des „sanften und naturnahen" Tourismus.

Ein zweiter „Mittelpunkt" Wesels

Der physikalische Schwerpunkt der Stadt Wesel liegt im Auesee.    Das Technische Hilfswerk Wesel montierte die gelbe Boje (physikalischer Schwerpunkt Wesels) im Auesee. Die Firma Hülskens spendete sowohl die Boje als auch den 2,2 Tonnen schweren Findling am Rundwanderweg.

Aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden ist ein zweiter „Mittelpunkt" bestimmt worden. Er befindet sich im Auesee und bezeichnet - strenggenommen - den „Schwerpunkt" Wesels. Die Bezeichnungen „Schwerpunkt" und „Mittelpunkt" hängen von der jeweiligen Berechnungsmethode ab. Damit auch dieser Punkt zu erkennen ist, wurde mit Hilfe der Tauchsportgemeinschaft Wesel e.V. und dem Technischen Hilfswerk Wesel eine Boje im Auesee montiert. Die Firma Hülskens hat auch die Boje und das Befestigungsmaterial mit der Verankerung den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt gespendet. Somit gibt es zwei neue touristische Anlaufpunkte in Wesel.

Berechnungsmethoden

Es gibt keine eindeutige wissenschaftliche Definition eines geographischen Mittelpunktes. In der Vergangenheit wurde vielerorts der physikalische Schwerpunkt als geographischer Mittelpunkt bestimmt. Die Boje im Auesee markiert den physikalischen Schwerpunkt. Dieser kann sehr leicht selbst ermittelt werden. Dazu nimmt man den Umriss der Stadt und wählt zwei unterschiedliche, äußere Punkte. Der Umriss wird an einer Wand an einem der äußeren Punkte befestigt. Vom Befestigungspunkt aus wird eine Vertikale gezogen. Anschließend wiederholt man diesen Ablauf mit dem zweiten Punkt. Im Schnittpunkt der beiden Lote liegt der Schwerpunkt.
Eine andere Methode ist das Skizzieren eines Rechtecks um eine genordete Stadtkarte. Der Mittelpunkt des Rechtecks wird als geographischer Mittelpunkt festgemacht. Durch die unterschiedlichen Berechnungsmethoden kommt es zu unterschiedlichen Ergebnissen. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wurden beide Punkte markiert.