Erster Spatenstich für die Südumgehung

Noch führt die Niederrheinbrücke auf der Weseler Seite Richtung Lippe ins Nichts, obwohl die Brücke schon seit 10 Jahren fertig ist.  Autofahrer, die nach Wesel kommen, können vom Stau, der sich regelmäßig an der Verengung bildet,  ein leidvolles Lied singen. Spätestens 2025 soll damit Schluss sein, so die Planung für dieses verkehrliche Großprojekt.

Geplant ist, die Südumgehung von der Rheinbrücke entlang der Lippeaue über die Bahnstrecke Emmerich-Oberhausen und die Bundesstraße 8 über den Fusternbergbis zur Schermbecker Landstraße zu führen. Dort kann man dann auf die B 58 oder die B 70 fahren.

Anspruchsvolle Planung

Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär, betonte, dass die Planungen nicht ganz einfach gewesen seien. Viele Aspekte mussten berücksichtigt werden, da Landschafts- und Naturschutzbelange sowie Hochwasserschutz berücksichtigt werden mussten. Zum Schutz der Anwohner und Anwohnerinnen waren Lärmschutzmaßnahmen zu planen. Auch die einzelnen Bauwerke, die im Zuge der Südumgehung erstellt werden, seien anspruchsvoll, so Enak Ferlemann. Tunnel- und Brückenbauwerke müssen gebaut werden. Er sei aber zuversichtlich, so der Parlamentarische Staatssekretär, dass man sich 2025 zur Einweihung wiedersehen werde.

Keine Baumaßnahme ohne Beeinträchtigungen

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Straßen-NRW Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek wiesen darauf hin, dass  Bauprojkte dieser Größenordnung immer mit gewissen Beeinträchtigungen einhergehen und warben dafür um Verständnis.
Staatssekretär Ferleman ermunterte in diesem Zusammenhang alle, sich nicht still zu ärgern, wenn es zu Beschwerden käme, sondern sich an ihn oder den Landesverkehrsminister zu wenden.

Kosten

Die 3,8 Kilometer lange Strecke ist mit 220 Millionen Euro veranschlagt.

Entlastung für Wesels Innenstadt

Weniger Fahrzeuge, weniger Lärm und Abgase, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrende, weniger Staus - diese Hoffnungen verbinden sich mit dem Bau der Südumgehung. Aber die neue Strecke werde sich auch auf den Fernverkehr ins westliche Münsterland,  zu den Autobahnen 3, 57 und in Richtung Norden zur 31, auswirken, so die Meinung von Experten.

 

1. Spatenstich B58 - Südumgehung

1. Spatenstich Südumgehung (von links nach rechts)
Landrat Dr. Müller, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, MdB Bernd Reuther, NRW Verkehrsminister Hendrik Wüst, StraßenNRW- Direktorin Elfreide Sauerwein-Braksiek, Parlamentarischer Staatssekretär Enak Ferlemann, MdB Sabine Weiss, Landtagsabgeordnete Charlotte Quik.