InnovationCity-Projekt deckt Energiesparpotenziale auch in Wesel-Schepersfeld auf

InnovationCity roll out - Klimaschutz in der Metropole Ruhr

Umweltministerin Svenja Schulze umgeben von den InnovationCity-Machern in der Metropole Ruhe

1. Juli 2019 – Die Innovation City Management GmbH (ICM) belegt mit ihren Ergebnissen aus dem Klimaschutzprojekt „InnovationCity roll out“, dass Klimaschutz in Deutschland machbar ist. Präsentiert wurden die Zahlen und Fakten der insgesamt dreijährigen Analyse heute bei einer       Abschlussveranstaltung in Herne, an der Bundesumweltministerin Svenja Schulze, NRW-Europaminister Dr. Stephan Holthoff-Pförtner sowie zahlreiche Repräsentanten aus Kommunen, Energie- und Wohnungswirtschaft teilnahmen.

Von 2016 bis 2019 wurden 20 Quartiere in 17 Städten der Metropole Ruhr untersucht. Auf über 5.000 Seiten führt die ICM in den 20 integrierten energetischen Quartierskonzepten aus, wie sich sowohl industriell als auch ländlich geprägte Quartiere in energieeffiziente Quartiere wandeln können. „Von der Kohle zu erneuerbaren Energien: Klimaschutz ist machbar, wenn er von unten organisiert und vom Quartier ausgedacht wird“, erklärt Burkhard Drescher, Geschäftsführer der ICM mit Sitz in der Klima-Modellstadt Bottrop. Die Erkenntnisse aus dem Projekt zeigten, dass man eine Klimawende in Deutschland anstoßen könne. Drescher: „Das ist kein Zauberwerk. Denn Klimaschutz hat nichts mit Enthaltsamkeit und Entbehrung zu tun. Klimaschutz schafft mehr Lebensqualität und Arbeitsplätze. Die Metropole Ruhr, die in Zeiten des Wiederaufbaus schon einmal die Energiezentrale des Landes gewesen ist, muss jetzt Vorreiter für machbaren Klimaschutz werden.“

Was hat der „roll out“ für Wesel ergeben?

Die Stadt Wesel hat mit ihrem Quartier Schepersfeld am Innovation City roll out teilgenommen. Im April 2019 überreichte Burkhard Drescher Bürgermeisterin Ulrike Westkamp das 250-seitige Konzept für das Projektgebiet. Es bildet die Grundlage für ein zukünftiges Sanierungsmanagement, das Hauseigentümer und Unternehmen bei der energetischen Modernisierung ihrer Gebäude und der Umsetzung weiterer Klimaschutzprojekte unterstützen soll. Würden die Maßnahmen in Schepersfeld umgesetzt, könnte der Endenergieverbrauch in den kommenden fünf Jahren um 4,9 Prozent (2.527 MWh/a) gesenkt werden. Dies entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärme- und Strombedarf von rund 140 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Auch die Treibhausgas-Emissionen ließen sich um 6,1 Prozent (931 Tonnen CO₂eq/a) reduzieren, was dem durchschnittlichen jährlichen CO₂-Ausstoß von über 100 Personen entspricht oder den durchschnittlichen verkehrsbedingten Emissionen von über 620 NRW-Berufspendlern pro Jahr.

Die Stadtverwaltung präsentierte den Bürgerinnen und Bürgern im Quartier die die Ergebnisse der Weseler Konzeptphase und die nächsten Schritte hin zu einer Umsetzung am Dienstag, 02. Juli 2019, im Rahmen eines Informationsabends.

Die Präsentation der Ergebnisse und die Kurzfassung des Abschlussberichtes stehen nun zum Download zur Verfügung.

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