Neue Auflage wahrt Vermächtnis des Weseler „Sohns“ und „Deutschen Marschkönigs“ Hermann Ludwig Blankenburg

Hermann Ludwig Blankenburg beim Gardefest des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Gardevereine am 06. Juli 1930 in Wesel - Quelle: Stadtarchiv Wesel

Der Weseler Komponist Hermann Ludwig Blankenburg gilt als „Deutscher Marschkönig“. Seine Stücke begeistern heute noch weltweit unzählige Menschen. Unter anderem werden seine Stücke am Buckingham Palace in London gespielt.

Das Buch „Deutscher Marschkönig Hermann Ludwig Blankenburg in seiner Zeit 1876-1956. Leben und Werk“ gibt Einblicke in das Leben des berühmten Weseler Komponisten. Zahlreiche Dokumente, Zeitungsartikel und Fotos machen die Geschichte des Musikers lebhaft und greifbar.

Das umfangreiche Werk der Eheleute Gudrun und Dr. Hans-Joachim Blankenburg ist 2019 in der 3. Auflage beim Verlag Rockstuhl erschienen. Die neue Auflage ist um die Auflösung der Internationalen Blankenburg-Vereinigung (IBV) in 2018 erweitert worden.

Wer das Buch lesen möchte, kann es auch in der Stadtbücherei Wesel (Ritterstraße 12, 46483 Wesel) ausleihen. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen zur Stadtbücherei sind auf der städtischen Internetseite, www.wesel.de, zu finden.

Auch die Stadt Wesel wahrt in vielerlei Hinsicht das Vermächtnis des berühmten Weseler Komponisten. Die Straße, in der er lebte, wurde nach ihm posthum benannt – die Blankenburgstraße. Zudem erinnert eine Bronzebüste des Komponisten gegenüber seinem Haus in der besagten Blankenburgstraße an den „Marschkönig“. Das Denkmal wurde von dem Künstler Kuno Lange aus Hamminkeln geschaffen und 1996 in Wesel eingeweiht.

Auch seine vielen herausragenden Stücke werden noch heute bei unterschiedlichen Veranstaltungen in Wesel gespielt, unter anderem bei Umzügen oder auf Konzerten im Städtischen Bühnenhaus.

Der Komponist von Weltformat bleibt ein wichtiger „Sohn“ der Stadt Wesel. In unzähligen Rückblicken – ob in Schriftstücken, Audiodateien oder Filmen – spielt Hermann Ludwig Blankenburg eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Stadt Wesel. Wie sehr die Weseler Bevölkerung den großartigen Musiker schätzte, zeigen eindrucksvoll Bilder seiner Beisetzung im Mai 1956. Tausende Menschen strömten durch die Straßen, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.

Sein musikalisches Erbe, hunderte Notensätze, bleiben der Nachwelt erhalten. Die Gesellschaft für Militärmusik mit Sitz in Leverkusen hat das Notenarchiv der ehemaligen Blankenburg Vereinigung (mehr als 400 Notensätze) übernommen. Weitere wichtige Dokumente und Bilder aus dem Leben Blankenburgs sind in Wesel archiviert. Der Bürger-Schützen-Verein zu Wesel hat sich dieser wichtigen Aufgabe angenommen. Zusammen mit dem Isselburger Blasorchester unterstützt er auch in Zukunft die Blankenburg-Forschung.

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