Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans Nr. 94 “Ida-Noddack-Straße/Hoher Weg“, 4. Änderung der Stadt Wesel

Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans Nr. 94 “Ida-Noddack-Straße/Hoher Weg“, 4. Änderung der Stadt Wesel für nachstehend abgebildeten Geltungsbereich im Ortsteil Wesel-Lackhausen:

Geltungsbereich der 4. Änderung des Bebauuangsplans Nr. 94

Der Rat der Stadt Wesel hat in der Sitzung am 18.09.2018 den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 94 "Ida-Noddack-Straße/Hoher Weg“, 4. Änderung gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen.

Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 03.11.2017 (BGBl. I S. 3634) liegt der Planentwurf mit Entwurfsbegründung und Umweltbericht sowie mit den wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung öffentlich aus in der Zeit

vom 25.10.2018 bis einschließlich 30.11.2018

im Rathaus (Erweiterung) der Stadt Wesel, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel, Flur vor den Zimmern 232 bis 234, montags bis freitags während der allgemeinen Dienststunden der Stadtverwaltung.

Ziel des Bebauungsplans ist:

  • die planungsrechtliche Sicherung des heutigen Verlaufs des Hohen Weges in seinem nördlichen Abschnitt. Dazu ist eine Anpassung von bislang geplanten Wohnbauflächen, Baufeldern und Verkehrsflächen erforderlich.

Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit während der Auslegungsfrist abgegeben werden können und dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

Mit dem Planentwurf des Bebauungsplans Nr. 94 "Ida-Noddack-Straße/Hoher Weg", 4. Änderung liegen folgende Informationen aus:

  • Übersichtsplan
  • Geltungsbereich
  • Darstellung Flächennutzungsplan
  • Derzeitiges Planungsrecht
  • Derzeitiges Planungsrecht - Sonstiger Geltungsbereich für externen Ausgleich
  • Begründung Teil A – Städtebaulicher Teil
  • Begründung Teil B – Umweltbericht einschließlich artenschutzrechtlicher Prüfung, Landschaftspflegerischem Fachplan und Artenkartierung
  • Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung
  • Abwägung samt Anregungen (Stellungnahme der Verwaltung) aus der Sitzung des Rates vom 18.09.2018
  • Konzept zur Regenwasserversickerung. geologie:büro. Stand: 02.03.2015
  • Erläuterungsbericht zum Entwässerungskonzept für den Bebauungsplan Nr. 237 „Am Schwan - Nord“. Ingenieurbüro R.A. Patt GmbH. Stand: 21.06.2017
  • Verteilerliste

Nachfolgend genannte umweltbezogene Informationen sind verfügbar:

Umweltinformationen

Begründung Teil A – Städtebaulicher Teil, Stadt Wesel

Neben den städtebaulichen Aspekten wurden die Immissionsschutzbelange bezüglich der Straßenverkehrs- und Schienenverkehrsimmissionen sowie der Luftschadstoffe thematisiert.

Das Plangebiet wurde ebenso bezüglich der Behandlung des Niederschlagswassers, der Entsorgung des Schmutzwassers, geplanter Grünflächen und Anpflanzungen, Ausgleichsmaßnahmen, Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenenergie, Altlasten in Form von Kampfmitteln, des Klimaschutzes, der archäologischen Befundsituation im Plangebiet und des Schutzguts Boden bewertet.

Betrachtet wurde weiterhin die Beurteilung des Eingriffs in Natur und Landschaft sowie die Beurteilung des Eingriffs zum Vorrang der Innenentwicklung.

Begründung Teil B – Umweltbericht, Stadt Wesel
Umweltbericht (inkl. Fachbeitrag zur Eingriffsbilanzierung), Stadt Wesel, 06.08.2018

Der Umweltbericht bildet einen gesonderten Teil der Begründung. Gegenstand der Umweltprüfung ist die Bestandsbeschreibung und -bewertung sowie die Ermittlung und Beschreibung der möglichen Auswirkungen der Planung auf die Schutzgüter und deren Wechselwirkungen. Im Einzelnen:

Mensch, Gesundheit und Bevölkerung
Beschreibung der Bestandssituation und Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Mensch, Gesundheit und Bevölkerung“

  • Untersuchung des Plangebiets in Bezug auf Staub-, Lärm- und Geruchsentwicklungen aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung im Geltungsbereich.
  • Untersuchung der Lärm- und Schadstoffimmissionen durch Straßen- und Schienenverkehr.
  • Betrachtung des Plangebiets bezüglich der Lage zu Betrieben nach Störfallverordnung.
  • Untersuchung des Wohn- und Wohnumfeldpotenzials sowie der Eignung des Plangebiets für Erholungszwecke.

Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt
Beschreibung der Bestandssituation und Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt“

  • Aufgrund der vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude und Biotoptypen wurde das Vorkommen von planungsrelevanten Pflanzen- und Tierarten wie Rote-Liste-Pflanzen, Brutvögeln sowie Fledermäusen im Plangebiet untersucht.

Boden/Fläche
Beschreibung der Bestandssituation und Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Boden“ sowie das Schutzgut „Fläche“

  • Untersuchung der Bestandssituation des Plangebietes und der Auswirkungen der Planung in Bezug auf die Funktionen des Bodens für den Naturhaushalt, Bodentypen, schutzwürdige Böden sowie Altlasten.
  • Beschreibung und Bewertung des Plangebiets in Bezug auf die Nutzung der Fläche sowie den Eingriff in unversiegelte Flächen.

Wasser
Beschreibung der Bestandssituation und Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Wasser“

  • Es wird die Wasserbelastung, die Grundwasserneubildung, der chemische Zustand des Grundwasserkörpers sowie die Versickerung thematisiert.

Klima/Luft
Beschreibung der Bestandssituation und  Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Klima/Luft“

  • Beschreibung des Plangebietes im Hinblick auf den zugehörigen Klimabereich, die Niederschlagsmenge und die Durchlüftung.
  • Bewertung des Plangebietes anhand der Kriterien Luftaustausch/Klimaausgleich und Luftfilterung/ Immissionsschutz.

Landschaft
Beschreibung der Bestandssituation und  Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Landschaft“

  • Beschreibung und Bewertung des Plangebietes für das Landschaftsbild unter Heranziehung der Kriterien Wiedererkennungswert und Eigenart sowie Vielfalt und Schönheit.
  • Untersuchung des Plangebietes in Bezug auf vorkommende Naturdenkmäler.

Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter
Beschreibung der Bestandssituation und  Auswirkungen der Planung in Bezug auf das Schutzgut „Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter“

  • Untersuchung des Plangebietes in Bezug auf Bau- und Bodendenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen sowie schutzwürdiger Böden als Archiv der Kulturgeschichte.

Externe Ausgleichsmaßnahmen

Durch die im Plangebiet festgesetzten Grün- und Anpflanzflächen kann der erforderliche Ausgleich vollständig im Plangebiet nachgewiesen werden, es wird sogar ein Überschuss von 1.648 ökologischen Werteinheiten (ÖWE) erzeugt. Dieser Überschuss wird der landwirtschaftlichen Fläche und der öffentlichen Grünfläche, die zur Versickerung dient, zugeordnet. Ein planexterner Ausgleich ist somit nicht erforderlich.

Die in der 3. Änderung des Bebauungsplans Nr. 94 “Ida-Noddack-Straße/Hoher Weg“ festgesetzte Ausgleichsfläche im Ökokonto AF 09 “Naturschutzgebiet Aue 1“ wird durch Überlagerung aufgehoben, so dass 288 ÖWE zur Verfügung stehen.

Ausgleichsfläche im Ökokonto AF 09 "Naturschutzgebiet Aue 1"

Artenschutzrechtliche Prüfung, Stadt Wesel, 27.07.2018

Die Artenschutzprüfung beschäftigt sich schwerpunkmäßig mit der Untersuchung zur Feststellung auf das Vorkommen planungsrelevanter, geschützter Arten (Vögel, Amphibien und Fledermäuse) und ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Konzept zur Regenwasserversickerung, geologie:büro, 02.03.2015

Das Konzept zur Regenwasserversickerung prüft und bewertet die technischen Möglichkeiten zur Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers. Es plant eine Variante zur Ableitung und Versickerung des auf öffentlichen Verkehrsflächen anfallenden Niederschlagswassers. Das Gutachten umfasst die versickerungstechnische Untersuchung des Untergrunds sowie die maßgeblichen Bewertungen, Angaben und Empfehlungen. Das Konzept zur Regenwasserversickerung ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Erläuterungsbericht zum Entwässerungskonzept für den Bebauungsplan „Am Schwan-Nord“, Ingenieurbüro R.A. Patt GmbH, 21.06.2017

Aufbauend auf dem Konzept zur Regenwasserversickerung beinhaltet der Erläuterungsbericht das technische Konzept und die planerische Darstellung. Der Erläuterungsbericht ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung

Die umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung beschäftigen sich mit nachfolgend aufgeführten Themen:

  • Hinweis auf die Regenwasserbehandlung
  • Hinweis auf die Schmutzwasserbehandlung
  • Hinweis auf Fluglärm
  • Hinweis auf erforderliche Schallschutzmaßnahmen (aktive Lärmschutzmaßnahmen)
  • Hinweis auf das Problem der Lärm-Reflexion
  • Hinweis auf Möglichkeiten des Artenschutzes
  • Naturschutzrechtliche Belange
  • Hinweis auf die Lage über Bergwerksfeldern
  • Klimaschutz
  • Denkmal-/Bodendenkmalschutz

Schriftliche Stellungnahmen sind an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel, zweckmäßigerweise an das Team Bauleit- und Verkehrsplanung im Rathaus Wesel, Zimmer 232 bis 234, zu richten. Dort werden auch die Pläne während der Dienststunden erläutert; es werden fachliche Auskünfte erteilt und mündliche Stellungnahmen zur Niederschrift aufgenommen, wenn es gewünscht wird. Telefonkontakte sind eingerichtet unter Tel. 0281/203-2425 (Frau Buschmann), Tel. 0281/203-2426 (Frau Lewandowski) und Tel. 0281/203-2422 (Herr Beier). Gesprächstermine können auch außerhalb der allgemeinen Sprechzeiten der Stadtverwaltung vereinbart werden.

Diese Bekanntmachung ist auf der Internetseite der Stadt Wesel unter www.wesel.de/Bekanntmachungen veröffentlicht. Gleichzeitig sind die zur Einsicht ausliegenden Unterlagen online einzusehen.

Wesel, den 10.10.2018                                                    

Stadt Wesel
Die Bürgermeisterin
In Vertretung

gez. Klaus Schütz
Erster Beigeordneter

Links

Kontakt

Herr Beier
Telefon: 02 81 / 2 03 24 22
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Frau Lewandowski
Telefon: 02 81 / 2 03 24 26
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Frau Buschmann
Telefon: 02 81 / 2 03 24 25
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de