Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 21 “Waldseeufer“ der Stadt Wesel mit Vorhaben- und Erschließungsplan (Meldung aus dem Archiv)

Öffentliche Auslegung des Entwurfs des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 21 “Waldseeufer“ der Stadt Wesel mit Vorhaben- und Erschließungsplan für nachstehend abgebildeten geänderten Geltungsbereich im Ortsteil Wesel-Bislich:

Geltungsbereich VBB 21

Der Rat der Stadt Wesel hat in der Sitzung am 14.03.2017 die Änderung des Geltungsbereiches entsprechend der obigen Darstellung und den Entwurf des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 21 "Waldseeufer“ mit Vorhaben- und Erschließungsplan gem. § 2 Abs. 4 BauGB gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen.

Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I S. 2414), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20.10.2015 (BGBl. I S. 1722), liegt der Planentwurf mit Entwurfsbegründung und Umweltbericht sowie mit den wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung öffentlich aus in der Zeit

vom 30.03.2017 bis einschließlich 05.05.2017

im Rathaus (Erweiterung) der Stadt Wesel, Klever-Tor-Platz 1, 46483 Wesel, Flur vor den Zimmern 232 bis 234, montags bis freitags während der allgemeinen Dienststunden der Stadtverwaltung.

Ziel des Bebauungsplanes ist:

  • die Entwicklung eines Gebietes, das der Erholung dient, durch die Festlegung von Flächen für ein Sondergebiet mit der Zweckbindung “Ferienhäuser“ sowie einem Sondergebiet mit der Zweckbindung “Schwimmende Ferienhäuser“.

Es wird darauf hingewiesen, dass Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit während der Auslegungsfrist abgegeben werden können und dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitpläne unberücksichtigt bleiben können. Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

Mit dem Planentwurf des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 21 "Waldseeufer" liegen folgende Informationen aus:

  • Übersichtsplan
  • Geltungsbereich Alt
  • Geltungsbereich Neu
  • Darstellung der 40. Änderung des Flächennutzungsplans
  • Städtebauliches Konzept
  • Begründung Teil A – Städtebaulicher Teil
  • Begründung Teil B – Umweltbericht
  • Abwägung samt Anregungen (Stellungnahme der Verwaltung) aus der Sitzung des Rates vom 14.03.2017
  • Artenschutzrechtliche Prüfung von Februar 2017
  • FFH-Verträglichkeitsstudie von Februar 2017
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan von Februar 2017
  • Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung

Nachfolgend genannte umweltbezogene Informationen sind verfügbar:

Umweltinformationen

Artenschutzrechtliche Prüfung, OEKOPLAN Ingenieure GmbH & Co. KG, Februar 2017

Die Artenschutzprüfung beschäftigt sich schwerpunkmäßig mit der Untersuchung zur Feststellung auf das Vorkommen planungsrelevanter, geschützter Arten. Aufgrund der Biotopausstattung der Vorhabenfläche ist das Vorkommen von 82 Arten potentiell möglich (Säugetiere, Vögel, Amphibien und Farn-, Blütenpflanzen und Flechten). Die Artenschutzrechtliche Prüfung ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

FFH-Verträglichkeitsprüfung, OEKOPLAN Ingenieure GmbH & Co. KG, Februar 2017

Die FFH-Verträglichkeitsprüfung untersucht die eventuelle Betroffenheit des Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“ durch die vorliegende Planung. Dabei erfolgt ein Abgleich der Schutz-, Erhaltungs- und Entwicklungsziele des betroffenen Gebietes mit den zu erwartenden Auswirkungen des geplanten Vorhabens sowie eine Überprüfung der Auswirkungen des Vorhabens auf die wertgebenden Arten innerhalb des Untersuchungsgebietes (Flussseeschwalbe, Weißwangengans, Zwergsäger, Blässgans, Schnatterente, Rotschenkel, Tafelente, Eisvogel, Schwarzkopfmöwe, Gänsesäger, Kiebitz, Krickente).

Sie ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Landschaftspflegerischer Begleitplan, OEKOPLAN Ingenieure GmbH & Co. KG, Februar 2017

Der Landschaftspflegerische Begleitplan umfasst eine Bestandsbewertung und erstellt eine Eingriffs- und Ausgleichsbilanzierung. Die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen werden ebenfalls dargestellt.

Er ist als Anlage Bestandteil der Begründung.

Begründung, OEKOPLAN Ingenieure GmbH & Co. KG, Februar 2017

Neben den städtebaulichen Aspekten wurden die Auswirkungen der Planung im Hinblick auf den Auto- sowie Bootsverkehr, den Immissionsschutz, die abwassertechnische Erschließung thematisiert.

Ebenso wurden Aussagen zum Denkmalschutz, Altlasten, Hochwasserschutz und Artenschutz getroffen.

Umweltbericht, OEKOPLAN Ingenieure GmbH & Co. KG, Februar 2017

Gegenstand der Umweltprüfung ist die Ermittlung und Beschreibung der voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter.

Im Einzelnen:

Mensch, Gesundheit und Bevölkerung
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Mensch, Gesundheit und Bevölkerung“

  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf Lärm im Geltungsbereich und der Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut.
  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf die Emissionen von Luftschadstoffen im Geltungsbereich und der Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut.
  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf die Lichtimmissionen im Geltungsbereich und der Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut.
  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf Emissionen durch Ammoniak und andere Geruchsstoffe im Plangebiet und der Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut.

Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt“

  • Aufgrund der Nähe des Vogelschutzgebietes „Unterer Niederrhein“ sowie der Festsetzung als Landschaftsschutzgebiet L1 „Seenlandschaft bei Bislich“ des Geltungsbereichs wurden die in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet nachgewiesenen planungsrelevante Arten (Haussperling, Bachstelze, Rauchschwalbe, Steinkauz) sowie auch die im weiteren Umfeld der Vorhabenfläche vorkommenden schutzwürdige Arten untersucht.

Boden
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Boden“

  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf die Naturräumliche Gliederung, geologisch schutzwürdige Objekte, Bodentypen, schutzwürdige Böden sowie Altlasten.

Wasser
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Wasser“

  • Es werden Fließgewässer, stehende Gewässer, das Grundwasser sowie Wasserschutzgebiete thematisiert.

Klima und Luft
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Klima und Luft“

  • Untersuchung des Plangebietes im Hinblick auf den zugehörigen Klimabereich sowie die klimatische Situation. Es werden kennzeichnende Faktoren beschrieben.

Landschaft, Landschafts- und Ortsbild
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Landschaft, Landschafts- und Ortsbild“

  • Untersuchung des Plangebietes im Bezug auf die Bedeutung der Naherholung und die landschaftliche Vielfalt im Hinblick auf den Vorrang des Biotop- und Artenschutz. Es werden auch die Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut betrachtet.

Kultur- und sonstige Sachgüter
Beschreibung der Auswirkungen der Planung  in Bezug auf das Schutzgut „Kultur- und sonstige Sachgüter“

  • Untersuchung der Bestandssituation im Bezug auf Baudenkmäler und Bodendenkmäler im Sinne des Denkmalschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen und der Auswirkungen der Planung auf das Schutzgut. Als Sachgüter werden die Landwirtschaft, die Forstwirtschaftliche Nutzung und die Rohstoffgewinnung betrachtet.

Umweltbezogene Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung

Die umweltbezogenen Stellungnahmen der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung beschäftigen sich mit nachfolgend aufgeführten Themen:

  • Hinweis auf die Verkehrssituation
  • Hinweis auf naturschutzrechtliche Belange
  • Denkmal-/Bodendenkmalschutz
  • Empfehlung einer Überprüfung der zu überbauenden Flächen auf Kampfmittel sowie Sicherheitsdetektion
  • Hinweis auf die Lage über Bergwerksfeldern
  • Hinweis auf die Schmutzwasserbehandlung/Biokläranlage
  • Hinweis zur Versickerung des Niederschlagswassers
  • Hinweis auf den Arten- und Biotopschutz
  • Hinweis auf erforderliche Kompensationsmaßnahmen
  • Hinweis auf die Erholungsnutzung des Abgrabungsgewässers
  • Hinweis auf Geruchsimmissionen
  • Hinweis auf das in unmittelbarer Nähe liegende Vogelschutzgebiet „Unterer Niederrhein“
  • Hinweis auf die Standsicherheit des Baugrundes
  • Hinweis auf die Entwicklungsziele des Landschaftsplanes wie Erhaltung und Pflege der bestehenden Landschaftsstruktur und Arten- und Biotopschutz der Gewässer
  • Hinweis auf den Lebensraum des Steinkauzes
  • Hinweis auf die Bedeutung des Abgrabungsgewässers für bestimmte Arten
  • Einbindung des Vorhabens in die umgebende Landschaft
  • Hinweis auf die Festsetzungen des Landschaftsschutzgebietes „Seenlandschaft bei Bislich“

Schriftliche Stellungnahmen sind an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel, zweckmäßigerweise an das Team Bauleit- und Verkehrsplanung im Rathaus Wesel, Zimmer 232 bis 234, zu richten. Dort werden auch die Pläne während der Dienststunden erläutert; es werden fachliche Auskünfte erteilt und mündliche Stellungnahmen zur Niederschrift aufgenommen, wenn es gewünscht wird. Telefonkontakte sind eingerichtet unter Tel. 0281/203-2422 (Herr Winthuis), Tel. 0281/203-2425 (Frau Buschmann) und 0281/203-2426 (Frau Lewandowski). Gesprächstermine können auch außerhalb der allgemeinen Sprechzeiten der Stadtverwaltung vereinbart werden.

Diese Bekanntmachung ist auf der Internetseite der Stadt Wesel unter www.wesel.de/Bekanntmachungen veröffentlicht. Gleichzeitig sind die zur Einsicht ausliegenden Unterlagen online einzusehen.

Wesel, den 15.03.2017                                                    

Stadt Wesel
gez.
Ulrike Westkamp
Bürgermeisterin

 

Links

Kontakt

Herr Winthuis
Telefon: 02 81 / 2 03 24 22
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Frau Buschmann
Telefon: 02 81 / 2 03 24 25
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de
Frau Lewandowski
Telefon: 02 81 / 2 03 24 26
E-Mail: bauleitplanung@wesel.de