Sanierung des Denkmals 'Escarpemauer'

Vorgeschichte

Sichtbar geworden waren Schäden an dem Bauwerk Anfang 2017, als der ASG Wesel Grünschnittarbeiten an der Festungsmauer am Südring durchführte.

Im Mai 2017 wies auch der sachkundige Bürger der CDU, Werner Köhler, in einem Schreiben an Bürgermeisterin Westkamp auf den Zustand der Festungsmauer hin und unterstrich den dringenden Handlungsbedarf zur Erhaltung und Sicherung der maroden Bausubstanz. Die CDU-Fraktion unterstützte den Antrag ihres sachkundigen Bürgers.

Im August 2017 beschloss der Ausschuss für Stadtentwicklung, vorbehaltlich einer möglichen Förderung, die Escarpemauer zu sanieren.

In vielen Bereichen ist die vorderste Mauerwerkslage großflächig ausgebrochen. Im Mauerwerk sind Wurzeln bis zu einem Durchmesser von 25 cm vorhanden. Zudem weist das Stein- und Fugenmaterial keine ausreichende Festigkeit auf. Durch Strauch- und Baumbewuchs ist auch das tiefergelegene Mauerwerk angegriffen.

Historische Bedeutung

Diesen Bereich der Festung ließ Friedrich I, König von Preußen, Anfang des 18. Jahrhunderts errichten. Zuständig für den Bau der Festungsanlage, die Zitadelle Wesel, war Johann de Corbin.

Bei dem Mauerstück handelt es sich um die sogenannte Escarpemauer der Bastion Halberstadt, die die Zitadelle mit der Stadtbefestigung verband. Mit diesem Fachbegriff wird die gemauerte innere Stützwand eines Grabens bezeichnet.

Die gegenüberliegende Contrescarpemauer existiert ebenfalls noch in Originalhöhe, befindet sich jedoch in besserem Zustand.

Denkmalpflegerische Arbeiten

Der Bewuchs und die dazugehörigen Wurzelstöcke werden im Wandbereich und unmittelbar davor entfernt. Zudem wird das Mauerwerk gereinigt. Loses Fugen- und Steinmaterial wird ebenfalls entfernt und ersetzt. Einige Flächen werden mit Mörtel geschlossen. Entnommene Mauersteine werden soweit möglich wiederverwendet.

Teilleistungen des Sanierungskonzepts:

  • Einrichtung der Baustelle
  • Vorarbeiten
  • Gerüstarbeiten
  • Arbeiten am Mauerwerk
  • Geländerarbeiten

Die Maßnahme wird voraussichtlich bis zum Herbst 2019 fertig sein.

Finanzielle Auswirkungen

Um den Sanierungsaufwand besser einschätzen zu können, wurde das Ingenieurbüro A&W aus Wesel beauftragt, Kosten zu schätzen.

Die Sanierung der Escarpemauer kostet insgesamt 407.000 Euro (Baukosten = 390.000 Euro, Planungskosten = 17.000 Euro).

140.000 Euro erhält die Stadt aus dem Denkmalförderungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Eigenanteil der Stadt Wesel beträgt 267.000 Euro.

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Frau Kelemen
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