Vorstellung zur Erarbeitung des inklusiven Handlungskonzeptes

Die Vorstellung des inklusiven Handlungskonzeptes erfolgte im Sozialausschuss im Herbst 2019. Vorab hatte der Rat die benötigten Mittel in Höhe von 48.000 Euro, auf Grundlage von zwei politischen Anträgen, bereitgestellt. Im Ausschreibungsverfahren hat das Ibis Institut aus Duisburg den Auftrag erhalten. Ziel dieses gesamtstädtischen inklusiven Konzepts ist es, erste konkrete Handlungsempfehlungen auf die Leitfrage „Wie möchten wir zusammen in Wesel 2030 leben?“ zu bekommen.

Insbesondere stehen dabei Themen wie

  • Leben im Alter,
  • Zugänge für Menschen mit Handicaps/ Inklusion,
  • Integration sowie
  • Wohnen und Wohnraum im Fokus.

Da diese Leitfrage am besten von Weseler*innen selbst beantwortet werden kann, sollen sich interessierte Bürger*innen an der Entwicklung des Konzeptes beteiligen können. Bei der Entwicklung vom Sportentwicklungsplan, beim Dorfinnenentwicklungskonzept und beim Schul(raum)entwicklungsplan hat die Stadt Wesel gute Erfahrungen mit einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung gesammelt. Im Januar 2020 ist das Projekt mit einer Bestandsaufnahme gestartet. Wichtiger Teil der Bestandsaufnahme ist eine breite Bürgerbeteiligung.

1.         Es finden fünf Stadtteilforen statt.

Zu den Stadtteilforen sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

2.         Es finden Begehungen von fünf Stadtteilen statt, bei denen sich das Ibis Institut einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort verschafft.

3.         Bei einer Online-Umfrage und in qualitativen, persönlichen Interviews werden mehr als 140 Institutionen und Personen aus Wesel befragt, um vorhandene Angebote und Strukturen zu erfassen und zu beleuchten.

von links: Heike Kemper, Leiterin des Fachbereichs Soziales, Dezernent Rainer Benien, Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Patricia Jessen, Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare (Ibis), Janet Plum, Integrationsbeauftragte der Stadt Wesel, und Tabea Lütkemeier, Fachbereich Soziales.

Erste Ergebnisse der Umfrage und aus den Stadtteilforen werden den Weseler Bürger*innen im Frühjahr/Sommer bei einer gesonderten Veranstaltung vorgestellt. Auf dieser Veranstaltung und in den daran anschließenden Workshops liegt der Fokus besonders darauf, Ziele und Handlungsansätze für das inklusive Handlungskonzept mit interessierten Einwohner*innen sowie haupt- und ehrenamtlich Tätigen zu erarbeiten. Gebündelt werden die Ergebnisse im inklusiven Handlungskonzept, das zu den verschiedenen Zielgruppen und Handlungsfeldern Empfehlungen umfasst. Diese sollen nicht nur für die Verwaltung, sondern für alle Aktiven im Rahmen ihrer Quartiersarbeit eine Grundlage für die künftige Arbeit darstellen.

Fahrplan:

Anfang Januar 2020:          Erstes Treffen Steuerungsgruppe und Expertengruppe

ab Ende Januar 2020:        5 Stadtteilforen

1. Quartal 2020:                Experteninterviews

1. Quartal 2020:                Online-Umfrage

1. Quartal 2020:                Stadtteilbegehungen

Frühjahr/Sommer 2020:     Auftaktveranstaltung „Expertenarbeitsgruppe“

26. November 2020:           Vorstellung des Konzeptes im Sozialausschuss

Zwei Arbeitsgruppen haben bereits Anfang Januar 2020 stattgefunden, die einen ersten Input gegeben haben.

Zum einen ist das eine Steuerungsgruppe (verwaltungsintern), die den Prozess strategisch begleitet, und zum anderen eine Expertengruppe, die der inhaltlichen Unterstützung dient. Hier nehmen Multiplikatoren*innen aus der Politik sowie aus den relevanten Organisationen, Vereinen, usw. teil.

28.01.2020 – 18:00Uhr:     Innenstadt/Feldmark (Mehrgenerationenhaus Bogen)

04.02.2020 – 18:00 Uhr:    Lackhausen/Obrighoven (Gemeindezentrum Lauerhaas)

11.03.2020 – 18:00 Uhr:    Schepersfeld/Fusternberg (Bürger-Schützen-Haus)

17.03.2020 – 18:00 Uhr:    Flüren/Bislich/Blumenkamp (Gemeindezentrum Flüren)

28.05.2020 – 19:00 Uhr:    Büderich/Ginderich (Pfarrheim Ginderich)

Zusätzlich zum heutigen Pressetermin werden über 350 Weseler Vereine und Organisationen auf die Stadtteilforen hingewiesen.

Heike Kemper ist neue Fachbereichsleiterin für Soziales, Integration und Wohnen. Zuletzt war sie als Kulturbeauftragte der Stadt Wesel tätig.

Die Entwicklung eines integrierten Handlungskonzepts zum Zusammenleben in Wesel wird von Seiten des Instituts federführend von Patricia Jessen, M.A. Islamwissenschaft, begleitet. Sie ist Mitbegründerin von Ibis und seit 2009 Mitglied des Leitungsteams. Sie unterstützt seit 15 Jahren Kommunen bei der Initiierung und Umsetzung von integrativen und demografischen Prozessen. Das Ibis Institut für interdisziplinäre Beratung und interkulturelle Seminare hat sich bundesweit auf die Unterstützung von integrativen und demografischen Prozessen sowie Integrationsprojekten spezialisiert. Neben diesem Arbeitsbereich bietet das Ibis Institut auch interkulturelle Seminare und Vorträge an, um das in Wissenschaft und Praxis erworbene Fachwissen weiterzugeben. Das Team besteht aus Mitgliedern der verschiedensten Disziplinen, die über langjährige berufliche Erfahrung verfügen. Das Ziel ist es, den Dialog zu fördern.

In der Praxis unterstützt das Institut z. B.:

  • bei der Entwicklung von Integrationskonzepten,
  • bei der Entwicklung von Sprachförderkonzepten,
  • bei der Entwicklung von integrierten Handlungskonzepten,
  • mit Moderationen von Bürgergesprächen, Stadtteilrunden und Arbeitsgruppen,
  • mit Coachings für haupt- und ehrenamtlich im sozialen Bereich Tätige sowie
  • bei der Stadt- und Quartiersentwicklung (z. B. im Rahmen von Quartiersmanagements).