Gleichstellungsstelle

Aufgaben einer Gleichstellungsbeauftragten

Die Umsetzung des Verfassungsgebotes der Gleichberechtigung von Frau und Mann ist auch eine Aufgabe der Gemeinden.
Rechtlich sind Frauen und Männer zwar gleichgestellt, aber die Wirklichkeit sieht vielfach anders aus:

  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist überwiegend Frauensache.
  • Alleinerziehende, Rentnerinnen, behinderte Frauen und Migrantinnen haben bei Bewältigung ihres Alltags mit vielen Problemen und oft mit Vorurteilen zu kämpfen.
  • Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigungsverhältnisse und wenig qualifizierte Arbeitsplätze sind überwiegend Frauensache.
  • Der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist in vielen Bereichen für Frauen noch nicht erreicht.
  • In Familie und Gesellschaft sind Frauen und Mädchen häufiger männlicher Gewalt ausgesetzt.
  • Im öffentlichen Leben sind Frauen in politischen Gremien und Leitungsfunktionen nach wie vor unterrepräsentiert.

Diesen Benachteiligungen wirkt die Gleichstellungsbeauftragte auf kommunaler Ebene entgegen durch Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen, Gremien und Bürger/-innen, Mitwirkung in Arbeitskreisen und der Entwicklung von Projekten und Veranstaltungen.

Eine Gleichstellungsbeauftragte wirkt mit bei allen Vorhaben und Maßnahmen der Gemeinde, die Auswirkungen auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann haben. Um die Aufgabe zu erfüllen, kann die Gleichstellungsbeauftragte an den Sitzungen des Verwaltungsvorstandes, des Rates und seiner Ausschüsse teilnehmen. Ihr ist auf Wunsch das Wort zu erteilen. Sie kann die Öffentlichkeit über Angelegenheiten ihres Aufgabenbereiches unterrichten.
Die Gleichstellungsbeauftragte setzt sich innerhalb der Stadtverwaltung für die Verwirklichung des Gleichheitsgrundsatzes ein. Das Ziel ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an allen Ämtern und Funktionen zu erreichen.
Sie steht Kolleginnen und Kollegen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

 

Aktuelles

Einblicke in die Berufswelt

Zum diesjährigen „Girls' und Boys' Day" am 28. März informierten sich rund 50 Schülerinnen und Schüler über die vielfältigen Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten bei der Stadtverwaltung Wesel. Außerdem konnten sich die Jugendlichen interaktiv mit dem Thema Gleichberechtigung zwischen Mädchen und Jungen beschäftigen. Überprüfen konnten sie auch, ob sie in traditionellen Rollenmustern denken. Ein Quiz über Defizite bei der Gleichberechtigung in der Berufswelt zwischen Frauen und Männern regte die Jugendlichen zum Mitmachen und Nachdenken an.

Im Ratssaal wurden Plakate mit Motiven verschiedener Berufsfelder verteilt. Die Schülerinnen und Schüler ordneten sich aufgrund ihrer persönlichen Interessen den einzelnen Abbildungen zu. Die Auswertung zeigte eine Tendenz zur traditionellen Berufswahl. Mädchen sahen ihre Zukunft eher in sozialen, erzieherischen und pflegerischen Berufen. Jungen entschieden sich für technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen sowie Auszubildende informierten über ihre Aufgabengebiete in der Stadtverwaltung.

Im Anschluss informierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen sowie Auszubildende über ihre Aufgabengebiete in der Stadtverwaltung. Die städtische Feuerwehr, WeselMarketing und der Eigenbetrieb „Abfall, Straße, Grünflächen" (ASG) stellten ihre Ausbildungsberufe vor. Abschließend lernten die Schülerinnen und Schüler bei einem Rundgang durch das Rathaus das Büro der Bürgermeisterin, das Wahlbüro, das Trauzimmer sowie die Meldestelle kennen.

Die Palette der Ausbildungsberufe bei der Stadtverwaltung und den Eigenbetrieben ist groß, so lautete ein Fazit des diesjährigen Girls' und Boys' Days. Die weitere Erkenntnis: Es lohnt sich, eingefahrene Rollenmuster zu hinterfragen und auch beruflich über den Tellerrand zu schauen.

Die Teilnehmenden des Girls´- und Boys´Days vor dem Rathaus der Stadt Wesel

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