Mobilitätsbefragung 2019 - Wie bewegen sich Menschen in Wesel fort?

Wie bewegen sich die Menschen in Zukunft fort? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Stadt Wesel?
Anhand des Modal-Split lassen sich Antworten zu Fragen zur Mobilität der Zukunft ableiten. Er beschreibt die tatsächliche Verkehrszusammensetzung in einer Stadt. In Wesel liegt zum Beispiel der Radverkehrsanteil bei 28 Prozent.

MUSTER des Fragebogens: In der Befragung sollen anhand eines Stichtages, den der Befragte / die Befragte festlegt, alle zurückgelegten Wege, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, der jeweiligen Personen eines Haushaltes aufgeführt werden. Auch der Zweck der Wege ist relevant. War die Person zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder einkaufen? Für die Untersuchung sind alle Wege wichtig. Hin- und Rückweg werden als zwei Wege gewertet. Dabei werden Startpunkt, Ziel und der Zeitpunkt des Reiseantritts erhoben.

Die Zahlen des Modal-Split in Wesel stammen aus dem Jahr 2013. Damals führte die Stadt Wesel eine Verkehrsbefragung privater Haushalte durch. Zweimal wurden bisher private Haushalte befragt (2005 und 2013).
Um aktuelle Erkenntnisse zu gewinnen, die in die verkehrs- und stadtentwicklungspolitischen Überlegungen einfließen, hat die Stadt Wesel erneut eine Mobilitätsbefragung zur Ermittlung des Modal-Split in Auftrag gegeben.
E-Bikes, Pedelecs sowie E-Scooter sind Beispiele für die rasante Entwicklung im Bereich der Nahmobilität. Aber auch die klassischen Fortbewegungsmittel wie Autos, der ÖPNV und das Fahrrad stehen bei der Befragung im Mittelpunkt.
Das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen führt in den kommenden Wochen die Befragung durch.

Zum Onlinefragebogen

Wie funktioniert die Mobilitätsbefragung?

Durch ein Zufallsverfahren wurden 3.700 Weseler Haushalte aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt. Diese Bürgerinnen und Bürger wurden per Post angeschrieben.
Die Beantwortung kann schriftlich über einen beigefügten Fragebogen oder über einen digitalen Fragebogen im Internet unter www.mobil-in-wesel.de erfolgen. Zudem gibt es die Option, sich zurückrufen zu lassen. Kosten entstehen für die Teilnehmenden über den postalischen Weg nicht, da ein portofreies Antwortkuvert beiliegt.
Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Abgabeschluss ist der 30. September 2019. Die endgültigen Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2019 vorliegen.

Inhalt der Befragung

In der Befragung sollen anhand eines Stichtages, den der Befragte festlegt, alle zurückgelegten Wege, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, der jeweiligen Personen eines Haushaltes aufgeführt werden. Auch der Zweck der Wege ist relevant. War die Person zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder einkaufen?
Für die Untersuchung sind alle Wege wichtig. Hin- und Rückweg werden als zwei Wege gewertet. Dabei werden Startpunkt, Ziel und der Zeitpunkt des Reiseantritts erhoben.

Bedeutung

Anhand der Ergebnisse lassen sich Rückschlüsse für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung ziehen.
Wesel hat in den letzten Jahren unter anderem auf der Grundlage der Daten der letzten Mobilitätsbefragung zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt. Neue Radwege sind entstanden. Bestehende Strecken wurden aufgewertet und ausgebaut (u. a. die Friedenstraße). In diesem Jahr wird zum Beispiel der Fuß- und Radweg im Lippemündungsraum fertiggestellt.
Dadurch und durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit hat sich die Stadt Wesel inzwischen auf dem Gebiet der Nahmobilität bundesweit einen Namen gemacht. In diesem Jahr wurde die Stadt Wesel erneut unter die Top 5 beim ADFC-Fahrradklima-Test gewählt. Zudem ist die Stadt Wesel 2020 seit 25 Jahren, durch die Arbeitsgemeinschaft fußgänger‑ und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW) als Fahrradfreundliche Stadt zertifiziert. Seit Jahren steigt der Radverkehrsanteil in der Stadt.
In diesem Jahr hat sich die Stadt Wesel an der Aktion Stadtradeln beteiligt. Über 700 Bürgerinnen und Bürger aus Wesel nahmen an der Aktion teil. Sie waren in mehr als 60 Teams organisiert.
Im Aktionszeitraum vom 6. Mai bis zum 26. Mai radelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen knapp 137.000 Kilometer – zum Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit. Dadurch konnten 19 Tonnen CO² vermieden werden.
Jeder ist auf ein gutes Verkehrsangebot angewiesen. Deshalb ist eine hohe Teilnahme an der Befragung wichtig.

Kosten

Die Mobilitätsbefragung in Wesel wird zu 75% vom Land NRW mit Landesmitteln gefördert. Insgesamt kostet die Befragung ca. 50.000 Euro.

Links

Kontakt

Herr Blaess
Telefon: 02 81 / 2 03 24 21
E-Mail: verkehrsplanung@wesel.de