1. Treffen der Arbeitsgruppe "Bausubstanz mit ortsbildprägendem Charakter und Umnutzung landwirtschaftlicher Bausubstanz zu gewerblicher Vermietung"

11. April 2017

Bereits am Mittwoch, dem 5 April waren auch die Gindericher Bürger nach Büderich in die Gaststätte van Gelder geladen. Zum Einstieg in das Thema referierte dort Herr Dr.-Ing. Arch. Stephan Strauß vom Planungsbüro Historische Bauwerke zum Thema „Qualität im historischen Ortsbild - Anregungen für Büderich und Ginderich“. Er wies auf die Besonderheiten sowie auf die unterschiedliche Entstehung der beiden Dörfer hin. Während „Neu“-Büderich im 19. Jahrhundert auf der Grundlage eines Planes mit rechtwinkligen Straßen errichtet wurde, entwickelte sich Ginderich aus einem ehemaligen Straßendorf.

So weisen in Ginderich die vorhandenen Höfe und Kotten sowie die im Ortskern verbliebenen Wiesen und Weiden auf den landwirtschaftlichen Ursprung des Dorfes hin. Diese Elemente sollten erhalten bleiben bzw. verstärkt hervorgehoben werden, so dass sich für Ginderich die folgenden Thesen ergeben:

  • Stärkung der historischen Höfe im Ortsbild
  • Dörflichen Maßstab bewahren

Zur weiteren Vertiefung dieses Themas fanden am 6. April etwa 16 interessierte Bürger den Weg in das kath. Pfarrheim in Ginderich.

Dort gab Herr Schomaker vom Büro Oekoplan eine kurze Erläuterung der Möglichkeiten zur Förderung der entsprechenden Maßnahmen durch das Dorfinnenentwicklungskonzept. Davon können auch Privatpersonen profitieren. Zu diesem Thema wurde von der zuständigen Bezirksregierung auch ein Informations-Flyer „Dorfentwicklung - Förderung von Maßnahmen zum Erhalt ländlicher Bausubstanz“ herausgegeben. Dieser Flyer wurde auf der Veranstaltung verteilt.

Gefördert werden z.B. folgende Arbeiten an der Außenhaut von ortsbildprägenden Gebäuden:

  • Dach und Dachstuhl erneuern, neu eindecken
  • Fassade säubern, reparieren, neu verfugen oder verputzen
  • Fenster, Türen, Tore und Blendläden erneuern
  • Fensterbänke, Gesimse, Sockel erneuern
  • historische Gestaltungsdetails erhalten oder wiederherstellen

außerdem möglich:

  • Einfriedungen (Mauern, Zäune) erneuern
  • Innendämmung von Dach oder Fassade
  • Kapellen, Wegekreuze o.ä. im Ort

Auf der Grundlage eines Dorfinnenentwicklungskonzeptes werden bei Privatpersonen die entsprechenden Maßnahmen bis zu 35% der Nettoausgaben gefördert. Die Höchstförderung beträgt 30.000 € und die Mindestförderung 5.000 € (Bagatellgrenze).

Sollten sich Personen für eine entsprechende Förderung interessieren, besteht im Rahmen des 2. Treffens der 3. Arbeitsgruppe die Möglichkeit, eine individuelle Beratung durch Fachleute zu erhalten. Der Termin wird voraussichtlich Ende Mai / Anfang Juni stattfinden und rechtzeitig bekanntgegeben. Um wirklich alle Fragen beantworten zu können, wäre es jedoch sinnvoll, soweit möglich die entsprechenden Vorstellungen vorab den Vertretern des Planungsbüros Oekoplan zukommen zu lassen. Die Unterlagen werden vertraulich behandelt und dienen lediglich der Vorbereitung auf die spezielle Situation.

Zusätzlich stehen Ihnen die Mitarbeiter der Stadt Wesel für Fragen zur Verfügung:

Denkmalschutz: Frau Kelemen

Telefon: 0281/203-2332

E-Mail: denkmalschutz@wesel.de

Bauordnung Frau Kramer

Telefon: 0281/203-2437

E-Mail: bauordnung@wesel.de

Hinweise zu den Fördermöglichkeiten bei der Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude können unter den unten stehenden links heruntergeladen werden: