1. Treffen der Arbeitsgruppe "Dorfgestaltung"

31. März 2017

Zum 1. Treffen der Arbeitsgruppe „Dorfgestaltung“ fanden am 28.03.2017 etwa 15 interessierte Bürgerinnen und Bürger den Weg in das kath. Pfarrheim in Ginderich.

Zuerst wurde von Herrn Schomaker vom begleitenden Planungsbüro OEKOPLAN eine kurze Einführung über die für ein Dorfinnenentwicklungskonzept erforderliche Bearbeitungstiefe gegeben. Danach fand eine lebhafte Diskussion zu den Einzelprojekten, die im Rahmen der Auftaktveranstaltung, des Dorfrundganges und der bereits eingegangenen Projektideen gesammelt wurden, zwischen den interessierten Bürgerinnen und Bürger, den Vertretern der Stadtverwaltung und dem Planungsbüro OEKOPLAN statt.

Folgende Projekte wurden behandelt:

Kirchvorplatz: Barrierefreie Umgestaltung auch in Verbindung zum Parkplatz

Aufgrund der Anlage eines abgesenkten „Forums“ und einem Bodenbelag aus historischen Pflastersteinen ist das kath. Pfarrheim nicht uneingeschränkt barrierefrei zu erreichen. Die vorgesehene Erreichbarkeit über die Zuwegung zur Kirche ist mit einem Umweg verbunden und aufgrund des angrenzenden schmalen Bürgersteiges oft nur eingeschränkt möglich. Auch wenn der abgesenkte Bereich des Forums insbesondere für kleinere Veranstaltungen oftmals einen passenden Rahmen bietet, stellt die Einbeziehung dieser Fläche z.B. während der Kirmes eine weitere Schwierigkeit dar.

Zur Verbesserung der bestehenden Situation wurden zahlreiche Möglichkeiten angedacht, die im Rahmen der weiteren Bearbeitung noch konkretisiert werden müssen. Der Platz unterliegt der kath. Kirche, die grundsätzlich mit einer verbesserten Gestaltung einverstanden ist.

Attraktivere Gestaltung der Ortsein und -ausgänge

Neben der Aufstellung von Schildern sollen Besucher durch zusätzliche Blickfänge, beispielsweise durch die Gestaltung attraktiver Bepflanzungen und die florale Gestaltung des Ortsnamens, begrüßt werden. Die Pflege der Anlagen kann durch die Dorfgemeinschaft erfolgen.

Roter Faden mit Wiedererkennungswert

Die optimierte Gestaltung des Dorfeinganges soll sich im Dorf weiter fortsetzen und dieses aufgrund eines hohen Wiedererkennungswertes wie einen roten Faden durchziehen. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die nachfolgenden Projekte zu sehen.

Neubegrünung Büdericher Straße, Fortführung „Königsallee“

Die Bepflanzung mit Bäumen ist in einigen Abschnitten der Büdericher Straße nicht vorhanden und sollte entsprechend ergänzt werden. Zusätzlich soll nach Möglichkeiten gesucht werden, die „Königsallee“, die aktuell am Kuhport endet, in Richtung Kirche fortzuführen.

Gestaltung von Dorfplätzen / Kreuzungsbereichen

Sowohl vor der ehemaligen Gaststätte „Zur Alten Post“ im Kreuzungsbereich der Schwanenhofstraße und der Straßen „Kuhport“ und „Bergacker“, als auch vor der Gaststätte „Op de Eck“, wo die Büdericher Straße, die Marienstraße und die Straße „Am Honigacker“ aufeinandertreffen, sind der Straßenverlauf und die Flächengestaltung nur unzureichend und optisch wenig ansprechend geregelt. So sind durch eine optimierte Gestaltung eine Verkehrsberuhigung sowie eine optische Aufwertung anzustreben.

Im Bereich der Gaststätte „Op de Eck“ könnte dabei auch der angrenzende Standort der ehemaligen Leprakapelle mit einbezogen und so verstärkt in das Bewusstsein gerückt werden.

Ruhebänke in schöner Umgebung

An ausgewählten Stellen am Ortsrand sowie im Bereich des Friedhofes sollen Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Bei der Wahl der Standorte sollen attraktive Sichtachsen und Blickwinkel aufgegriffen und dem Betrachter bewusstgemacht werden. Für die Auswahl möglicher Standorte erklärten sich Frau Quernhorst und Herr Wesely bereit, diese im Rahmen einer Radtour aufzunehmen und in einen Lageplan zu übertragen.

Neugestaltung Bushaltestellen: Wartehäuschen und Fahrradstellplätze (auch in Werrich und Perrich)

Die bestehenden Wartehäuschen an den Bushaltestellen an der Büdericher Straße sind in ihrer Funktion nicht optimal. Es sind entsprechend andere Lösungen zu finden. Evtl. sind neue Wartehäuschen mit einer Anbindung an ein W-Lan Netz denkbar.

In Ginderich und Werrich sind überhaupt keine Unterstellmöglichkeiten vorhanden. Herr Schlüter von der Stadt Wesel wird sich erkundigen, ob Wartehäuschen, die an anderer Stelle nicht mehr benötigt werden, dort zur Verfügung gestellt werden können.

Beleuchtung des Fußweges zwischen Büdericher Straße und Eickelboomstraße

Eine Beleuchtung dieses Abschnittes wäre sinnvoll. Eine optische Belästigung der Anwohner muss jedoch ausgeschlossen werden.

Bürgersteige im gesamten Ort sanieren / barrierefrei gestalten

An zahlreichen Abschnitten, insbesondere im Bereich vorgesehener Straßenquerungen, wurden Bordsteine bereits abgesenkt. An anderen Stellen ist dieses aus Sicherheitsaspekten oftmals nicht möglich. Unbefriedigend ist u. A. jedoch noch die Situation am alten Pastorat. Bei einer geplanten Begehung mit Vertretern der städtischen Arbeitsgruppe „Barrierefreie Stadt“ sollen sämtliche Abschnitte Bürgersteige entsprechend überprüft werden.

Parkplatzsituation am Kindergarten

Die Verkehrssituation am Kindergarten ist nur unzureichend geregelt und birgt ein gewisses Gefahrenpotential, insbesondere für unbegleitete Kinder. Frau Schumacher-Guyens berichtete von wiederholten Appellen an die Eltern, welche ihre Kinder mit dem Auto zum Kindergarten bringen, die Parkplätze an der Schützenwiese zu benutzten. Leider bisher ohne Erfolg.

Ein Vorschlag von Herrn Schlüter, in Absprache mit Herrn Pfarrer Heshe von der zuständigen Gemeinde St. Ulrich, den Mitarbeiterparkplatz zu verlagern und damit 3 weitere Parkplätze für die Eltern zur Verfügung zu stellen, wird als nicht ausreichend erachtet. Eventuell kann der direkt angrenzende Bereich der Schützenwiese entsprechend gestaltet und als Parkplatzfläche zur Verfügung gestellt werden. Vorbereitend dazu soll eine erneute Diskussion im Kindergarten angeregt werden.

Weitere Themen:

Die Aufarbeitung der Schotterwege auf dem Friedhof wird durch den ASG bereits geregelt. Das Projekt Marienstraße / Friedhof: Schotterweg pflastern wird aus diesem Grunde nicht weiterverfolgt.

Gleiches gilt für das Projekt Einbindung in die Landschaft zur L460 (Lärmschutz), da vorrangig Privatflächen betroffen sind.

Die Gestaltung des alten Schulhofes wird im Rahmen des in der Arbeitsgruppe "Dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen, soziale Infrastruktur, Nahversorgung, Mobilität, Kinder / Jugendliche" zu bearbeitenden Projektes Dorfbüro / Dorfgemeinschaftshaus im alten Schul­gebäude berücksichtigt.