EU-Umgebungslärmrichtlinie

"Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm" - so heißt die Umgebungslärmrichtlinie der EU offiziell. Sie wurde am 25. Juni 2002 erlassen und legt ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung des Umgebungslärms fest. Schädliche Auswirkungen und Belästigungen sollen verhindert und vermindert, beziehungsweise es soll ihrem Entstehen vorgebeugt werden.

Lärmkartierung in Nordrhein-Westfalen

In der ersten Stufe der Lärmkartierung werden die besonders lärmbelasteten Bereiche untersucht. Fünf Jahre später, also zum 30. Juni 2012, müssen die Untersuchungen für alle Ballungsräume und Hauptlärmquellen vorliegen.

Was heißt "Aktionsplanung"?

Durch Lärmaktionspläne sollen die Lärmprobleme und Lärmauswirkungen in den Gebieten, die sich bei der Kartierung als besonders belastet herausgestellt haben, geregelt und ruhige Gebiete vor einer Zunahme des Lärms geschützt werden. Dazu können die Gemeinden in den Plänen bestimmte Maßnahmen festlegen und Prioritäten für deren Realisierung setzen.

Lärmaktionsplanung an Haupteisenbahnstrecken

Ab dem 1. Januar 2015 ist das Eisenbahnbundesamt (EBA) für die Erstellung eines bundesweiten Lärmaktionsplanes für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes zuständig.

Das Eisenbahnbundesamt will – zum ersten Mal mit Beteiligung der Öffentlichkeit

– einen Lärm-Aktionsplan erstellen.

Mit Hilfe dieses Aktionsplanes werden besonders betroffene Stellen analysiert und anschließend langfristige Schallschutzmaßnahmen angeregt. Im Beteiligungsprozess der Lärmaktionsplanung bekommen Bürger die Möglichkeit, sich im Internet zu ihrer persönlichen Lärmsituation zu äußern. Die Bürger können Orte angeben, an denen sie sich durch Schienenlärm an Haupteisenbahnstrecken belästigt fühlen.

Das Eisenbahnbundesamt wird danach bis Mitte 2016 den ersten bundesweiten Lärmaktionsplan erstellen. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, sich zur Lärmsituation zu äußern und sich an der Lärmaktionsplanung zu beteiligen.

Ab 2018 wird das Eisenbahnbundesamt den Lärmaktionsplan regelmäßig alle fünf Jahre aktualisieren bzw. weiterführen. Die bundesweite Lärmaktionsplanung betrifft außerhalb der Ballungsräume etwa vier Millionen Bürger. Mehr Hintergründe bietet das Eisenbahnbundesamt auf der Internetseite www.laermaktionsplanung-schiene.de

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Herr Rosner
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