Genehmigungsfreie Bauvorhaben

In § 65 BauO NRW sind die genehmigungsfreien Vorhaben genannt, bei denen es sich um untergeordnete und einfache bauliche Anlagen handelt. Als gebräuchlichste Beispiele seien hier genannt:

  • Einfriedigungen bis zu 2 m, an öffentlichen Verkehrsflächen bis zu 1 m Höhe über der Geländeoberfläche (im Außenbereich jedoch nur auf Grundstücken, die bebaut sind oder deren Bebauung genehmigt ist)
  • Gebäude bis zu 30 cbm Brutto-Rauminhalt, ohne Aufenthaltsräume (im Außenbereich nur, wenn sie einem landwirtschaftlichen Betrieb dienen); dies gilt nicht für Garagen und Verkaufs- und Aufstellungsstände.
  • Stellplätze für Pkw bis 100 qm

Wichtiger Hinweis:

Die Genehmigungsfreiheit entbindet nicht von der Verpflichtung zur Einhaltung öffentlich-rechtlicher Bauvorschriften. So kann es z. B. sein, dass eine Gestaltungssatzung der Stadt die Art und Höhe von Einfriedigungen regelt. Von ihrer Größe her freigestellte Gebäude können auch mit Festsetzungen im Bebauungsplan (nicht überbaubare Flächen) oder mit Abstandsflächen in Konflikt geraten.

§ 66 BauO NRW nennt einige technische Anlagen, deren Errichtung oder Änderung keiner Baugenehmigung bedarf, z. B. Wärmepumpen, Wasserversorgungsanlagen und bestimmte Abwasseranlagen. Vor Benutzung dieser Anlagen muss man sich vom Unternehmer oder von einem Sachverständigen bescheinigen lassen, dass die Anlagen den öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften entsprechen.