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Fragen zum Pflegekinderdienst

Für welche Kinder werden Pflegeeltern gesucht?

Meist handelt es sich um Kinder vom Säuglingsalter bis zu etwa sechs Jahren, die ihre ganz eigenen Lebenserfahrungen mitbringen. Die bereits gemachten Erfahrungen, Trennungs- und Lebensängste, führen zu Verunsicherungen, die Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder haben können.
Mit der Aufnahme in eine Pflegefamilie soll den Kindern die Möglichkeit gegeben werden, Vertrauen zu fassen und stabile Beziehungen einzugehen. In einem liebevollen und sicheren Lebensumfeld können Kinder zu einer eigenen Persönlichkeit reifen und sich ihren Möglichkeiten nach entfalten.

Wie lange dauert es, bis wir ein Pflegekind bekommen?

Das hängt davon ab, welches Kind (Alter, Geschlecht, Geschwister, familiärer Hintergrund, Beeinträchtigungen ....) mit welchen Bedürfnissen in eine Pflegefamilie zu vermitteln ist und welche Möglichkeiten Sie für dieses bestimmte Kind haben. Auch Ihre Vorstellungen über eine mögliche Zusammenarbeit und Besuchskontakten zu den leiblichen Eltern müssen mit den Erfordernissen für das Kind übereinstimmen.

Woher kommen diese Kinder denn überhaupt?

Die Kinder, für die wir Pflegeeltern suchen, kommen fast immer aus Familien, die in einer schwierigen Lebenssituation sind. Bestimmende Probleme in diesen Familien sind z. B. Überschuldung, Krankheit, Gewalt, Alkohol- und Drogenkonsum, mit denen die Familien langfristig meist völlig überfordert waren.

Kann das Pflegekind irgendwann von uns adoptiert werden?

In eher seltenen Fällen ist die Adoption eines Pflegekindes automatisch möglich. Nicht allein die Lebenszeit in der Pflegefamilie reicht aus, um eine Adoption zu erwirken. Als wesentlichste Voraussetzung müssen die leiblichen Eltern eine Freigabe zur Adoption des Kindes notariell erteilen.

Wie sieht es mit dem Kontakt der Kinder zu ihren Eltern aus?

Jedes Kind hat ein Recht auf Kontakt mit seinen Eltern. Auch die Eltern haben in der Regel ein Recht auf Kontakt zu den Kindern. Die Häufigkeit und der Ort der Zusammentreffen hängt von den Bedürfnissen des Kindes ab. Die Treffen werden in der Regel von allen Beteiligten gemeinsam festgelegt. In der ersten Zeit der Aufnahme eines Pflegekindes werden diese Umgangskontakte von Mitarbeitern des Pflegekinderdienstes begleitet. Die Begleitung der Besuchskontakte kann auf Wunsch auch fortgesetzt werden und zu besonderen Terminen erfolgen.

Wie lernen wir das Pflegekind kennen?

Die Vermittlung vom Erstkontakt bis zum Einzug des Kindes wird in der Anbahnungsphase ganz nach den Bedürfnissen des Kindes durch den Pflegekinderdienst begleitet. Diese Phase kann bis zu mehreren Wochen dauern. Der Erstkontakt wird als offene Begegnung gestaltet. Dem Kind wird ein Elternpaar nicht als mögliche Pflegeeltern vorgestellt. Nach dem Erstkontakt wird gemeinsam entschieden, ob es überhaupt eine Überleitung in die Anbahnungsphase gibt.

Dürfen wir „nein“ zu einem Vermittlungsvorschlag sagen?

Sie sollten auf jeden Fall „nein“ sagen, wenn sie sich nach Vorstellung des Kindprofils die Betreuung nicht zutrauen oder wenn nach dem Erstkontakt der „Funke nicht übergesprungen“ ist.

Gibt es bei Pflegeeltern Altersbegrenzungen?

Es gilt zu berücksichtigen, dass ein natürliches Eltern-Kind-Verhältnis durch einen angemessenen Altersabstand entstehen kann. Die Pflegeeltern sollten daher im Verhältnis zu dem Pflegekind über angemessene Lebenserfahrung verfügen – also nicht zu jung und nicht zu alt sein.