Die Eselordenträger 2000 - 2009

Manfred Breuckmann auf einem Pappesel bei der  Eselordenverleihung

2000 - Manfred Breuckmann

Journalist Manfred Breuckmann stellte während einer Fußballreportage die Behauptung auf, einer der Kicker des MSV Duisburg spiele so schlecht, dass er offensichtlich Bürgermeister von Wesel werden wolle.

Im Trikot der Duisburger Zebras genoß er dann sichtlich die Auszeichnung und bedankte sich artig - (fast) ohne auszukeilen - beim Publikum in der vollbesetzten Niederrheinhalle.

 

 

Herbert Reul auf einem  Pappesel bei der Eselordenverleihung

2001- Herbert Reul

Der Generalsekretär der CDU in NRW forderte, die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Leverkusen - seinem Wahlkreis - stattfinden zu lassen und war mitverantwortlich für die CDU-Kampagne "Kinder statt Inder" - eine besondere Eselei angesichts des aus Indien stammenden Weseler Karnevalsprinzen Arvind Potphode.

 

 

 

Jürgen  Büssow auf dem Metallesel am Berliner Tor

2002 - Jürgen Büssow

Der Düsseldorfer Regierungspräsident gab den Deichweg, der an den Winterquartieren der Wildgänse vorbeiführt, wohl für Schafe, nicht aber für Radfahrer frei.

 

 

 

 

Dieter Nuhr auf dem Bronzeesel am Berliner Tor

2004 - Dieter Nuhr

Bei einem Auftritt im Reeser Bürgerhaus sagte der Kabarettist Dieter Nuhr über seine Heimatstadt, Wesel sei "potthässlich" und die "einzige Stadt, die ihr Rathaus abgerissen hat um dort ein Kaufhaus zu bauen".

Grund genug, ihn mit dem Eselorden auszuzeichnen!

 

 

 

Peter Neururer auf einem Pappesel bei der  Eselordenverleihung

2005 - Peter Neururer

Der Trainer des Fußball- Bundesligisten VfL Bochum wagte es, in der Schalke-Hochburg Wesel ein Reisebüro zu eröffnen, wo er nun "exklusive Sportreisen" anbietet.

 

 

 

 

Anka Zink  auf dem Metallesel am Berliner Tor

2006 - Anka Zink

Eine Frau, die sich - nicht nur wegen ihrer Unterstützung der Stadtkasse, an die sie immer mal wieder gerne ihre Knöllchen bezahlt - Wesel sehr verbunden fühlt. Der Eselordenträger von 1997, Geert Müller-Gerbes, gehörte früher zu ihren großen Förderern. Doch seit sie in Wesel beim Spaßgesellschaftsabend aufgetreten ist und hier Triumphe gefeiert hat, hat sie solche Förderung nicht mehr nötig.

 

 

 

2007 Steffi Neu und Sven Plöger

Steffi Neu hatte in einem launigen Fernsehbeitrag zum 60. Geburtstag von NRW den Verzicht auf den Buchstaben W und damit den Verzicht auf Westfalen propagiert. Die Straßenumfrage wurde ausgerechnet in Wesel durchgeführt, wo beim Verzicht auf das W im Stadtnamen automatisch ein „Esel" übrig bleibt.

Auch Steffi Neus Lieblings-Etterfrosch Sven Plöger bekommt am Karnevalssonntag für den gesamten Berufsstand der „Etterfrösche" sein Fett weg. Denn kaum etwas ist so ungewiss wie die tägliche Etterprognose, die er gesten- und wortreich und mit Esprit im Fernsehen und im Radio verkündet.

 

Didi Jünemann

2008 - Didi Jünemann

Didi Jünemann erhält den Eselorden aufgrund seiner Missionstätigkeit für den rheinischen Frohsinn. Als Mitglied des Ensembles der Kölner Stunksitzung bereichert er den alternativen Karneval und jeden Freitagmorgen erklärt er uns im Radio mit seinem Partner Jürgen Becker bei einer gemeinsamen Frühstückslage die Lage der Welt aus rheinischer Sicht.

 

 

 

 

Fritz Pleitgen

2009 - Fritz Pleitgen

Der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks, Dr. h.c. Fritz Pleitgen, hat sich die Auszeichnung im Laufe der Jahre redlich „ereselt". Obwohl schon mehrfach WDR-Redakteure den Eselorden erhalten haben, ist es ihm nicht in den Sinn gekommen, die Ordensverleihung live im Fernsehen zu übertragen. Stattdessen hat er die Aachener Ordensverleihung bevorzugt und sich deshalb nur Ärger eingehandelt. Auch das neue Lokalstudio ist nicht nach Wesel, dem kulturellen Zentrum des Niederrheins, gekommen, sondern nach Duisburg, der Geburtsstadt von Pleitgen.