Johann Friedrich Welsch

Johann Friedrich WelschSelbstbildnis

Der Sohn eines Weseler Anstreichers und Glasers erhielt seinen ersten Zeichenunterricht vermutlich als Schüler am Weseler Gymnasium durch M. E. G. Roger de Vavincour. Ab 1817 studierte er in Berlin, wo er die "Berliner Sachlichkeit" aufnahm und eine solide technische Ausbildung erhielt, die ihn später auch zu seinem Wirken als erfolgreicher Restaurator befähigte.

1823/24 wirkte er selber als Zeichenlehrer an seiner ehemaligen Weseler Schule, studierte anschließend in Den Haag, wo er ab 1836 auch als Lehrer an der Akademie tätig war. Um 1827 heiratete er in zweiter Ehe die ebenfalls in Wesel gebürtige Caroline Wirtz. Zwei Söhne des Ehepaars, Carl Friedrich Christian (Charles Feodor) und Julius Maria Jakob, in Wesel 1828 und 1832 geboren, wurden selber bekannte Maler.

Wohl in den 40er Jahren ließ sich Johann Friedrich Welsch endgültig in Münster nieder. Er malte Historienbilder, Landschaften und Bildnisse, restaurierte unter anderem 1851/52 umfassend die Altartafeln des Derik Baegert in der Dortmunder Propsteikirche und 1870 den "Cappenberger Altar" des Jan Baegert, die beide seinerzeit noch nicht mit ihren Weseler Malern in Zusammenhang gebracht wurden.

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