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Mahnmal für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft

Skulptur aus Metall
Quelle: Flaggschiff Film

An der Einmündung der Lipperheystraße in die Caspar-Baur-Straße wurde am Jahrestag der Zerstörung der Stadt Wesel, am 16. Februar 1964 das Mahnmal für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft eingeweiht. Hier sollte an die Opfer der Bombenangriffe aus Wesel, an die Gefallenen, aber auch an die Opfer der Gewaltherrschaft erinnert werden. Diese Deutung war damals nicht unumstritten. Älteren Weltkriegsteilnehmern war diese Form des Gedenkens an die Gefallenen nicht passend.

Die Vereinigung "Kultur und Heimat" schreibt zum Mahnmal: "Die Plastik von Hans van Breek zeigt eine aufschreiende Kreatur, einen verzweifelten Menschen, der empört ist über die Sinnlosigkeit des völkermordenden Krieges. Die Dynamik der Verwüstung, das furchtbare Entsetzen über die Zerstörung der Heimat, die Angst vor der Furie des Krieges kommen in dem "Notruf" erschütternd zum Ausdruck. Es ist ein überzeugendes Denkmal an die Zerstörung unserer Heimat." (Rheinische Post vom 27.03.1962)

Die 3,40 m hohe und rund 700 kg schwere Bronzestatue steht auf einem niedrigen Sockel aus Waschbeton. Das Gipsmodell wurde von einem Bekannten des Künstlers Hans van Breek (einem Bruder von Arno van Breek, der sich später eingedeutscht Breeker nannte) in Paris modelliert, das Mahnmal in der Gießerei Schmäke in Düsseldorf gegossen.

aus: Mitteilungen der Historischen Vereinigung Wesel e.V.
(Nr. 79, September 1996)