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Wo erhalte ich Hilfe und Informationen bei einem längeren Stromausfall? – Stadt Wesel bereitet sich weiter vor und veröffentlicht Karte mit Anlaufpunkten

QR-Code - Geoportal Notfall- und Informationspunkte Wesel

Regionale, kurze Stromausfälle kommen immer wieder in Deutschland vor. Doch was sollten Bürger*innen beachten, wenn es mal länger keinen Strom gibt? Die Stadt Wesel nimmt Teil an der Kampagne „#besserbereit“ des Regionalverbands Ruhr (RVR). Bürger*innen erhalten auf der Internetseite www.besserbereit.ruhr nützliche Tipps und Hinweise, wie man sich bestmöglich selbst auf einen solchen Fall vorbereiten kann (unter "Links"). Zudem hat die Stadt Wesel nun eine Karte mit wichtigen Anlaufpunkten, sogenannte Notfall- und Informationspunkte (NIP), veröffentlicht (unter "Links"). Der Link zur Karte ist ebenfalls über einen QR-Code abrufbar.

„Wir bereiten uns systematisch auf unterschiedliche Fälle vor. So ist es wichtig, die Menschen auch in einer Situation ohne Strom über mehrere Stunden mit Informationen und Hilfe zu versorgen. Die Anlaufpunkte sind zum Beispiel notwendig, um Notrufe abzusetzen, falls das Netz der Handys und Telefon nicht funktioniert“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Westkamp. Sie ergänzt, dass die Stadt Wesel bereits seit seit Monaten mit Hochdruck daran arbeitet, noch mehr Energie einzusparen. Ein Szenario, das ebenfalls gedacht und bearbeitet wird, ist der Fall eines längeren Stromausfalls. So hat die Stadt Wesel schon längst wichtige Maßnahmen ergriffen, um für einen solchen Fall vorbereitet zu sein. Neben Notstromaggregaten, Batterien und anderen relevanten Dingen hat die Feuerwehr Wesel sogenannte „Notfall- und Informationspunkte“ angeschafft. Das sind speziell umgebaute Container. Diese können in Krisen- bzw. Gefahrensituationen flexibel und schnell als Anlaufstellen für die Bevölkerung aufgebaut werden.

 Container der Feuerwehr Wesel

Denkbar ist, dass bei einem Stromausfall von solchen Notfall- und Informationspunkten aus Hilfegesuche abgesetzt werden. So können Rettungsfahrzeuge trotz eines Stromausfalls angefordert werden und ausrücken. Zudem könnten dort Menschen wichtige Informationen – unabhängig vom Strom-, Telefon- oder einem anderen Netz – erhalten. Bürger*innen erhalten dadurch Informationen ungefiltert aus „erster Hand“. Auch Warenausgaben können eventuell über solche Informationspunkte organisiert werden. Neben den mobilen Anlaufpunkten können Bürger*innen bei einem Stromausfall Informationen und Hilfe auch an den Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehr Wesel erhalten. Auch dort können Notrufe im Ernstfall abgesetzt werden. Sämtliche Standorte verfügen über eine Notversorgung (Stromaggregate). Darüber hinaus sind die Standorte sowie Rettungsfahrzeuge mit einem Funksystem ausgerüstet, das unabhängig von den Mobilfunknetzen funktioniert. Die Anlaufpunkte (Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr und die flexiblen NIP) sind dezentral über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Sie sind so angeordnet, dass theoretisch jeder Anlaufpunkt mit dem Fahrrad in ca. 5-10 Minuten erreicht werden kann.

Zudem verfügt die Stadt Wesel über zahlreiche Bekanntmachungskästen und Litfaßsäulen im Stadtgebiet. Auch diese können schnell genutzt werden, um Menschen im Stadtgebiet zu informieren. Bei zum Beispiel einem Stromausfall werden wichtige Informationen der Stadtverwaltung als analoge, ausgedruckte Zettel dort veröffentlicht. Damit alle Menschen in Wesel wissen, wo Notfall- und Informationspunkte der Feuerwehr sowie offizielle Bekanntmachungskästen der Stadt Wesel (und dankeswerterweise der katholischen Kirche) zu finden sind, sind diese bereits jetzt digital im Geoportal der Stadt Wesel mit der genauen Adressbezeichnung eingezeichnet.

Mobile Sirene

Die Stadt Wesel arbeitet bereits daran, die Karte mit den Notfall- und Informationspunkten sowie Bekanntmachungskästen in einer übersichtlichen, nach Stadtbereichen gegliederten Broschüre zu drucken. „Die Idee ist, dass jeder Haushalt in Wesel eine ausgedruckte Broschüre hat. Der Vorteil ist, dass weder Strom noch irgendein Netz notwendig sind, um sehen zu können, wo wichtige Anlaufpunkte für Ernstfälle in der Stadt sind“, ergänzt Swen Coralic, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit bei der Stadt Wesel. Geplant ist, die Broschüre in den kommenden Wochen vorzustellen. Die Verteilung soll im Januar 2023 erfolgen.

Die Stadt Wesel appelliert dennoch an die Menschen in der Hansestadt, auch selbst für Ernstfälle vorzusorgen. „Die Internetseite www.besserbereit.ruhr gibt zum Beispiel gute Tipps, wie ein kleiner Lebensmittelvorrat idealerweise aussehen kann“, so Coralic.

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