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Ehrenmal am Lilienveen

Monument aus Sandstein mit drei große Tafeln aus poliertem schwarzen Granit
Quelle: Flaggschiff Film

Das Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs sowie an die Bombenopfer des Zweiten Weltkrieges wurde durch die Fusternberger Bevölkerung am 28. Juni 1952 am Lilienveen eingeweiht.
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Errichtung des Ehrenmals durch die am Fusternberg ansässigen Vereine (Schützenverein, Gesangsverein, Radfahrverein und Bürgerverein), also praktisch von der gesamten Bevölkerung im Jahre 1951 getroffen wurde. Die Mittel für die Errichtung wurden in der Bevölkerung gesammelt. Der Fusternberger Bürger Franz Vogt stellte das Grundstück, auf dem das Ehrenmal errichtet wurde, zur Verfügung.

Egon Ramms, als Vorsitzender des Denkmalausschusses, wies in seiner Ansprache im Rahmen der Eröffnung darauf hin, dass das Ehrenmal gleichzeitig ein Mahnmal für die Lebenden sei, alles dafür einzusetzen, dass es nicht zu einem neuen Krieg komme.

Das Ehrenmal wurde nach Plänen des Architekten Grüter inmitten einer Grünfläche, dem Lilienveen, errichtet. Es ist ein aus Sandstein errichtetes Monument, dessen Mittelteil leicht erhöht und getreppt ist. Die drei Teile werden oben durch Sandsteinplatten abgedeckt.

Auf dem Monument befinden sich drei große Tafeln aus poliertem schwarzen Granit, die mittlere Tafel gekrönt mit dem Eisernen Kreuz und der Inschrift: „Den Opfern der Weltkriege 1914-18 1939-45 zum Gedenken". Vor dem Monument ein weiterer Sockel aus Sandstein, ebenfalls mit einer polierten schwarzen Granitplatte versehen.

Auf der großen mittleren Granitplatte befinden sich unter der o. g. Inschrift die Namen der Fusternberger Bürgerinnen und Bürger, die Opfer des Bombenkrieges wurden. Auf den beiden Tafeln links und rechts sowie auf dem vor dem Monument befindlichen Sandsteinsockel stehen die Namen von 32 Gefallenen des Ersten Weltkrieges sowie 134 Namen von Gefallenen oder Vermissten des Zweiten Weltkrieges.

Städt. Museum Wesel, s.a. NRZ vom 30. Juni 1952, Ausgabe-Nr. 146