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Gedenktafel für die im Ersten Weltkrieg gefallenen aus Wesel stammenden deutschen Soldaten jüdischen Glaubens

Bereits im Jahre 1923 wurde in der Weseler Synagoge eine Gedenktafel für die sechs im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten der Jüdischen Gemeinde Wesel angebracht. Die Synagoge und die Gedenktafel wurden in der Pogromnacht am 09. November 1938 zerstört.

Auf Initiative von Ernest Kolman, einem ehemaligen Weseler Bürger jüdischen Glaubens, haben die Stadt Wesel und der Jüdisch-Christliche Freundeskreis eine neue Gedenktafel geschaffen. Als geeigneter Standort wurde der Städtische Friedhof an der Caspar-Baur-Straße ausgewählt, da dort bereits ein Bereich besteht, der den gefallenen Soldaten der Weseler Regimenter aus dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist.

Am 11. September 2005 wurde die Gedenktafel durch die Bürgermeisterin Ulrike Westkamp feierlich enthüllt. Unter den Anwesenden waren unter anderem Ernest Kolman, der Rabbiner Katz aus Duisburg sowie Verwandte von Walter David, einer der gefallenen sechs Soldaten, aus Israel.

Die Gedenktafel besteht aus Granit und ist im Stil der bereits vorhandenen Tafeln gefertigt, wodurch sie sich harmonisch ins Gesamtbild einfügt. Sie ist keine Kopie der originalen Tafel aus der Synagoge. Zudem wurde ein weiterer Name eines vermissten Soldaten, der auf der originalen Tafel nicht aufgeführt war, hinzugefügt.

Die Inschrift der Tafel lautet:

Dem Gedenken der im Ersten Weltkrieg gefallenen aus Wesel stammenden deutschen Soldaten jüdischen Glaubens

WILHELM SCHERBEL 9.9.1914
JERME FISCHMANN 24.4.1916
MAX BONGARTZ 19.6.1916
SALLY BENJAMIN 27.8.1917
LEO ROSENHEIM 25.1.1918
SIGMUND MARCHAND 24.4.1918
WALTER DAVID 15.7.1918